Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt will zurück in die Europa League. Aber zu Corona-Zeiten ist das schwieriger denn je. Immerhin: Auf der wichtigsten Position gibt es Konstanz bei den Hessen.

So lief die vergangene Saison

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zum Video Adi Hütter verlängert bei Eintracht Frankfurt: die komplette Pressekonferenz

Adi Hütter während der Pressekonferenz
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Wäre die Bundelisga ein Freizeitpark, die Saison 2019/20 von Eintracht Frankfurt wäre die dazugehörige Achterbahn. Mal fegten die Hessen den FC Bayern München mit 5:1 aus dem Stadion oder rangen im Pokal RB Leipzig nieder. Dann wieder stolperte die Eintracht gegen vermeintliche Leichtgewichte à la Paderborn oder Union Berlin. Im Winter sah es kurzzeitig sogar ganz finster aus, als die Mannschaft von Trainer Adi Hütter sieben Spiele in Folge gar nicht mehr gewinnen konnte.

Dass man trotzdem nicht ernsthaft in größere Abstiegssorgen geriet, ist dem ruhigen Führungsstil Hütters sowie dem erfahrenen Kader zu verdanken. Ein bisschen mehr Konstanz und weniger Achterbahn dürfte es in der kommenden Saison aber dennoch sein.

Wer kommt, wer geht?

Von der Corona-Pandemie arg gebeutelt, hielten sich die Hessen auf dem Transfermarkt bislang vornehm zurück. Im Tausch mit Mijat Gacinovic kam Steven Zuber aus Hoffenheim an den Main, ansonsten holte Sportvorstand Fredi Bobic noch Sturmtalent Ragnar Ache aus Rotterdam.

Spannend sind in diesem Sinne eher die Abgänge. Mit Goncalo Paciencia ließen die Hessen einen doch relativ erfolgreichen Stürmer nach Schalke ziehen. Ob der junge Ache ihn direkt adäquat ersetzen kann, scheint mehr als fraglich. Hinzu kommen Marco Russ, Gelson Fernandes (beide Karriereende) und Jonathan de Guzmann (unbekannt), die zwar allesamt keine Stammspieler mehr waren, als Sprachführer in der Kabine aber umso wichtiger waren. Damit kein Vakuum entsteht, müssen nun andere Spieler die Führungsrolle annehmen.

Der Trainer

Zwei Jahre, je ein Halbfinale in Europa League und DFB-Pokal, in der Liga solide: So sieht die Bilanz Adi Hütters bei Eintracht Frankfurt aus. Kein Wunder also, dass die allermeisten der Eintracht zugeneigten Menschen die Kombination Hütter/Eintracht für eine überaus gelungene halten.

Dem teils berauschenden ersten Jahr mit europäischen Festspielen und einer sensationellen Sturmreihe um Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller, folgte ein etwas schwierigeres zweites Jahr, das Hütter jedoch die Möglichkeit gab, seine Qualitäten als Krisenmanager unter Beweis zu stellen. Folgereichtig die Vertragsverlängerung des Coaches bis 2023. "Für mich und mein Trainerteam passt hier alles. Die Eintracht ist ein unglaublich toller Verein", so Hütter. Die Weichen sind also gestellt.

Die Ziele

Nicht nur auf dem Platz will Mittelfeldspieler Domink Kohr in Zukunft offensiver sein, auch was die Formulierung der Saisonziele angeht, zeigt sich Kohr ungewohnt forsch: "Ich denke, wir sollten die internationalen Plätze angreifen, das ist mit dem Kader meiner Meinung nach drin."

Sein Trainer sieht das ähnlich und sagte im Zuge seiner Vertragsverlängerung: "Natürlich wollen wir wieder international dabei sein. Wir haben die Europa League aufgewertet. Da wollen wir wieder hin." Hehre Ziele, so viel ist klar.