Timothy Chandler Eintracht Frankfurt Augsburg

Timothy Chandler ist das letzte Urgestein bei Eintracht Frankfurt, das regelmäßig zum Einsatz kommt. Dazu erlebt er aktuell einen absoluten Höhenflug - und bekommt die Zuneigung der Fans deswegen zu spüren.

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Chandler im Interview
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Es ist natürlich mitnichten so, dass Timothy Chandler in Frankfurt nicht erkannt werden würde. Und doch ist es seit dem Freitag und jenem denkwürdigen 5:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg so, dass mehr Menschen ein Mitteilungsbedürfnis ihm gegenüber haben, wenn sie ihn treffen. "Natürlich freuen sich die Fans. Viele kommen auf mich zu und sagen zu mir 'super, Junge'. Das freut mich natürlich", schildert Chandler im Gespräch mit dem hr-sport. Es ist Zuneigung, die nicht nur mit Chandlers persönlichem Höhenflug zu tun haben dürfte.

Seit dem Januar ist der 29-Jährige bei der Eintracht von der Teilzeitkraft zum Stammspieler aufgestiegen. Im neuen System von Trainer Adi Hütter darf das Eigengewächs auf der rechten offensiven Außenbahn ran - und präsentiert dort eine unbekannte Stärke: Torgefahr. Die beiden Treffer gegen den FCA waren schon die Tore Nummer drei und vier in der Rückrunde. Chandler ein Knipser? Das ist neu.

Petz, Meier, Stendera: alle weg

Neu ist auch - und dies dürfte ebenfalls die Zuneigung nach oben treiben -, dass der Außenbahnspieler einer der letzten Frankfurter Identifikationsfiguren ist. Chandler ist in Frankfurt geboren, kam bereits als Elfjähriger zu den Hessen. Mehr Eintracht-DNA geht nicht. Dass so jemand bei seinem Jugendverein nach einer langen Krankengeschichte auf einer neuen Position richtig durchstartet, lässt Fan-Herzen höher schnellen. Auch in Frankfurt.

Die meisten anderen Spieler dieser Kategorie spielen nicht mehr bei der Eintracht. Alex Meier hat nach seinem Australien-Abenteuer seine Karriere beendet, Marc Stendera kickt mittlerweile in Hannover und Marco Russ kämpft sich nach seiner schweren Verletzung gerade wieder zurück. Ob Russ bei der Eintracht noch einmal die Rolle spielen kann wie früher, ist fraglich. Dazu kam die schlagartige Vertragsauflösung von Torwarttrainer Moppes Petz. Identifikationsfiguren sind in Frankfurt gerade rar gesät.

Müller, Reus, Havertz - und Chandler

Dabei leben Bundesliga-Vereine, trotz aller Multinationalität, im Kern auch von ihren Aushängeschildern. Die Bayern haben Thomas Müller, der BVB Marco Reus, Bayer Leverkusen Kai Havertz - um nur ein paar zu nennen. Die Eintracht hat als Urgestein eben Chandler. Und der wird, wenn er so weiter spielt und trifft, bestimmt auch in Zukunft häufig in Frankfurt auf der Straße angesprochen und mit netten Worten bedacht.

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