Oliver Glasner und Erik Durm im Training von Eintracht Frankfurt

Nach einer ebenso anstrengenden wie punktetechnisch erfolgreichen Woche schraubt Eintracht Frankfurt einen Gang zurück und sammelt sich. Klar ist aber: Für die Problembehandlung kommt die Länderspielpause zur Unzeit.

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Auf dem Trainingsplatz von Eintracht Frankfurt ging es am Dienstag übersichtlich und eher gemütlich zu. In Abwesenheit der insgesamt 14 Nationalspieler konnte Trainer Oliver Glasner lediglich zehn Feldspieler und zwei Torhüter auf dem Rasen vor der Arena begrüßen. Nach kurzem Aufwärmprogramm und Passübungen duellierten sich die Spieler im Torschuss, nach rund 80 Minuten war Feierabend. Eine Einheit zum Anschwitzen und Beine vertreten.

Nur Bayern und Hoffenheim mit mehr Nationalspielern

"So eine etwas ruhigere Woche ist nach dieser Phase mit vielen umkämpften Spielen nicht verkehrt. Wir haben aber nicht viel Zeit, um mit der ganzen Mannschaft zu trainieren", fasste Verteidiger Tuta die knifflige Lage bei den Hessen nach dem Training passend zusammen. Der Eintracht tut es sicher gut, dass ein Teil des Teams bei den Länderspielen auf andere Gedanken kommt. Auch die Daheimgebliebenen können mal durchatmen. Die fußballerischen Defizite werden so jedoch nicht verschwinden.

Die Eintracht, die ligaweit nach dem FC Bayern und der TSG Hoffenheim (beide 16) die meisten Nationalspieler auf Reisen geschickt hat, muss in Sachen Weiterentwicklung gezwungenermaßen auf die Bremse drücken. Die trotz der beiden Last-Minute-Siege in Piräus und bei Greuther Fürth weiterhin deutlich sichtbaren Probleme im Team bleiben auch in den kommenden Tagen unangetastet.

Am Mittwoch versammelt sich die Mannschaft im Kraftraum, von Freitag bis einschließlich Montag gönnt Coach Glasner seinen Spielern vier freie Tage. Es ist ja sowieso fast keiner da.

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Rode und Hasebe treten kürzer

Wie der aktuelle Mini-Kader genau aussieht? Da am Dienstag Sebastian Rode und Makoto Hasebe aus Gründen der berühmt-berüchtigten Belastungssteuerung erst gar nicht in ihre Fußballschuhe schlüpften, standen mit Evan N’Dicka, Tuta und Erik Durm lediglich drei Profis aus der Startelf vom Kellerduell in Fürth auf dem Trainingsplatz. Mit dabei außerdem: Ragnar Ache, Timothy Chandler, Danny da Costa, Sam Lammers, Almamy Toure, Torhüter Jens Grahl sowie die drei Nachwuchskräfte Jannik Horz, Fabio Blanco und Enrique Herrero.

Die Eintracht entscheidend nach vorne bringen und die Performance-Krise beenden wird wohl keiner der Genannten. Zeit zum Jammern bleibt aber nicht.

"Wir müssen einfach weiterarbeiten, im Fußball hat jeder mal Probleme", gab Tuta das Credo für die nahe und gleichzeitig ferne Frankfurter Zukunft vor. Den Hessen bleibt in der aktuellen Lage gar nichts anderes übrig, als sich irgendwie in Richtung Winterpause und durch die ersten Partien im Januar zu schleppen. Im Abstiegskampf, der mit vier Punkten Vorsprung vor Rang 17 noch lange nicht ausgestanden ist, gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Jetzt zählen die Ergebnisse.

Es stehen harte Wochen an

"Im Januar, Februar, wenn wir ganze Wochen zum Trainieren haben, dann erwarte ich, dass wir deutlich erkennbare Schritte nach vorne machen", hatte Glasner bereits nach dem Spiel in Fürth betont und damit selbst die Hoffnung auf baldige Besserung gedämpft. Die Eintracht braucht in der derzeitigen Situation Punkte, die Umsetzung der Ideen von Glasner muss da erst einmal hintenanstehen. Heißt: Der November und Dezember dürfte für alle Beteiligten noch einmal zu einer Belastungs- und Geduldsprobe werden. Die Eintracht hat eine schwierige Zeit vor sich. Die Länderspielpause ist da erst der Anfang.

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