Fabio Blanco

Eintracht-Legende Charly Körbel schaute genau hin. Und die Mitspieler waren voll des Lobes. Der erst 17-jährige Fabio Blanco war einer der Hingucker beim Auftakttraining unter Trainer Oliver Glasner.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Christopher Lenz über Fabio Blanco: "Frech aufgespielt"

Zalazar, Blanco, Lenz
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Manchmal ist es gar nicht so einfach für die Beobachter eines Auftakttrainings. Der eine Neuzugang, Ali Akman, hatte sein langes Haar topmodisch auf dem Hinterkopf zu einem Dutt gebunden. Der andere, Christopher Lenz, musste in der Trainingsschar aus 16 Profi- und zehn Nachwuchsspielern auch erst einmal gefunden werden. Nur beim Spanier Fabio Blanco gab es keine Verwechslungsmöglichkeit. Sein üppig wallendes Haar war unverwechselbar.

Und nicht nur das: Der 17-Jährige, der aus dem Nachwuchsbereich des FC Valencia kam, war bei seiner ersten Trainingseinheit in Frankfurt auch sportlich ein echter Hingucker. Nach einer Athletikeinheit im Stadioninneren und Übungen, bei denen der Ball zirkulierte und das Anlaufen des Gegners geübt wurde, bat Oliver Glasner zum Trainingsspiel über den gesamten Platz. Und da zeigte Blanco, was in ihm steckt. Das Top-Talent präsentierte sich technisch stark, bot sich immer wieder an, spielte gut getimte Steilpässe in die Tiefe und schoss am Ende auch noch ein Tor.

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zum Video Trainingsauftakt bei Eintracht Frankfurt

Zalazar, Blanco, Lenz
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Eintracht-Rekordspieler Charly Körbel, der sich das erste Training unter Glasner als Beobachter nicht nehmen ließ, war begeistert vom neuen Frankfurter Offensivspieler: "Der kann ja richtig Fußball spielen". Und auch Blancos neuer Mitspieler Christopher Lenz war voll des Lobes: "Ich finde es gut, dass du mit 17 Jahren aufs Feld kommst und dich nicht zurückhältst, sondern frech aufspielst. Deshalb haben sie ja die Chance bekommen, zum Beispiel zur Eintracht zu wechseln, weil sie sich schon im Jugendbereich etwas zugetraut haben."

Glasner beim Auftakttraining gleich mit klaren Ansagen

Wer geglaubt hatte, dass die erste Trainingseinheit unter Glasner ein erweitertes Kennenlernen-Treffen auf dem Platz wird, sah sich getäuscht. Die Intensität bei den spieltaktischen Übungen war hoch. Das Trainingsspiel unterbrach der Österreicher immer wieder korrigierend, um den Eintracht-Spielern seine Idee von Fußball zu erklären. "Ich war froh, nach den vergangenen Tagen im Büro, endlich wieder auf dem Fußballplatz zu stehen. Die Jungs haben das gut gemacht", lobte Glasner nach der insgesamt rund zweistündigen Einheit.

Noch hat Glasner nicht die komplette Mannschaft auf dem Trainingsplatz. Spieler wie Steven Zuber, Djibril Sow und Frederik Rönnow sind noch bei der EM im Einsatz, andere wie Martin Hinteregger, Kevin Trapp oder Aymen Barkok befinden sich nach den Einsätzen für ihre Nationalmannschaften noch im Urlaub. Ein anderer wird möglicherweise gar nicht mehr zurück nach Frankfurt kommen: André Silva. Die Anzeichen für einen Wechsel zu RB Leipzig mehren sich, und zwar für eine Ablösesumme von 23 bis 25 Millionen Euro. Fix sei aktuell aber noch nichts, hieß es von Eintracht-Seite.

Für Blanco hat die Lernphase begonnen

Dass ein Offensivspieler wie Blanco nicht in die Fußballstapfen von Top-Torjäger Silva treten kann, ist allen Beteiligten bei der Eintracht klar. Sportvorstand Markus Krösche hatte bei der Pressekonferenz am Dienstag noch mal unterstrichen, dass Blanco "alle Zeit" habe, um sich an den neuen Verein und die neue Liga zu gewöhnen.

Allen ist klar, dass der Offensivspieler aus Spanien noch viel lernen muss. "Ein, zwei Sachen gilt es dann auch noch den jungen Spielern zu erklären", sagte Mitspieler Lenz. Welche das sind? Da sollte der 17-jährige Blanco den erfahrenen Neuzugang von Union Berlin vielleicht mal selbst fragen.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 01.07.21, 19.30 Uhr