In der Sommerpause kochte es heiß in der Gerüchteküche rund um Eintracht Frankfurt. Im Mittelpunkt: Kevin Trapp. Der Torhüter hat nun alle Spekulationen vom Tisch gewischt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Trapp: "Habe nie über einen Transfer nachgedacht"

Kevin Trapp steht noch bis 2024 bei der Eintracht unter Vertrag.
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Urlaub, so sagte es Kevin Trapp, sei dazu da, um abzuschalten und sich nicht ständig mit Fußball zu beschäftigen. Doch die Nachrichten rund um seine Person kamen freilich auch beim Torhüter von Eintracht Frankfurt an. "Das lässt sich ja heutzutage nicht mehr vermeiden", bedauerte Trapp am Freitag die auf ihn einprasselnde Informationsflut.

Trapp wehrt Gerüchte ab

Der Vorbereitungsbeginn oder das Testspiel gegen AS Monaco (Samstag, 18 Uhr) standen daher während der Pressekonferenz an zweiter Stelle, es ging zuvorderst um die Zukunft des 30-Jährigen. "Das Thema war gar nicht so groß, wie es von den Medien gemacht wurde. Ich kenne meine Situation und bin relativ entspannt, was das angeht", so Trapp. Er sei stets im Kontakt mit Trainer Adi Hütter und Sportvorstand Fredi Bobic gewesen.

Trotz vorübergehender, coronabedingter Ruhe auf dem Transfermarkt überschlugen sich die Trapp-Gerüchte. Preisschilder wurden verteilt, die Vereinsbosse meldeten sich zu Wort und der Schlussmann solle sich bei anderen Clubs - unter anderem Hertha BSC oder dem spanischen Vertreter Real Betis - angeboten haben.

Spekulationen haben Trapp "verwirrt"

"Das hat mich verwirrt, dass ich mich auf Vereinssuche befinden soll. Ich habe hier in Frankfurt für fünf Jahre unterschrieben. Der Klub entwickelt sich weiter und ich plane hier auch meine Zukunft. Wir wollen hier noch viel bewegen", stellte Trapp klar.

Der Nationaltorhüter relativierte zugleich die Aussagen von Bobic und des ehemaligen Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing, die auch ihn als nicht unverkäuflich benannten: "Sie haben nicht gesagt, dass sie mich verkaufen wollen, sondern dass die Situation wegen Corona speziell ist und man deshalb nichts ausschließen kann."

Keine Abwanderungsgedanken

Trapp sieht diese Angelegenheit daher sehr pragmatisch: "Das ist doch ganz normal für Eintracht Frankfurt. Wenn irgendein Spieler eine Ablösesumme generieren kann, die für den Verein wertvoll sein kann, dann macht mich das auch irgendwie stolz." Doch daran denkt der gebürtige Saarländer, der vor einem Jahr endgültig von Paris Saint-Germain an den Main zurückkehrte und mit einem bis 2024 laufenden Kontrakt ausgestattet wurde, nicht.

Stattdessen will er nach einer schwierigen Saison wieder seinen Rhythmus finden und beweisen, dass Hütter in der Sommerpause nicht grundlos zum Hörer griff und ihn als seine "Nummer eins" bezeichnete: "Es geht jetzt auch darum, mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich weiß, dass ich viel, viel mehr zeigen kann."