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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt hat den Orkan überstanden

Adi Hütter und Spieler von Eintracht Frankfurt

Nach Europa-League und Bundesliga-Pause kommt DFB-Pokal: Eintracht Frankfurt peilt gegen den SV Werder Bremen das Halbfinale an. Genau das wäre aber auch ein weiterer Termin in einem ohnehin schon engen Zeitplan.

Es ist alles andere als ausgeschlossen, dass sich Eintracht Frankfurt in ein paar Wochen bei "Bianca" bedanken muss. "Bianca", das ist der Name jenes Sturmtiefs, das vor ein paar Tagen auch über weite Teile Österreichs hinweg zog und den Terminkalender des Bundesligisten kräftig durcheinanderwirbelte. Mit durchaus positiven Folgen. Stichwort: Regeneration.

Dass die Profis der Eintracht derzeit jeden Pausentag gut gebrauchen können, haben die Ereignisse von Salzburg nachhaltig bewiesen. Das Europa-League-Match beim FC RB war bekanntermaßen um 21 Stunden nach hinten geweht worden: Eine offensichtlich passable Zeitspanne, um das bis dahin noch nicht allzu alte Montagsspiel gegen Berlin aus Beinen und Köpfen zu bekommen, um den Salzburger Sturmlauf auf zwei kurze Phasen zu beschränken – und um quasi ungefährdet ins Achtelfinale einzuziehen.

Erleichterung bei Eintracht Frankfurt

Die positivste aller Auswirkungen könnte sich aber erst in diesen Tagen bemerkbar machen. Dass in Folge der Umterminierung im Europapokal auch das Bundesliga-Spiel bei Werder Bremen abgesagt wurde, sorgte bei Frankfurter Spielern und Verantwortlichen für winddichte Entspannung. Eigentlich hätte der Kick an der Weser, die Eintracht hätte also in weniger als 48 Stunden erneut zu einem Auswärtsspiel reisen müssen, am Sonntagabend über die Bühne gehen sollen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

"Wir sind erleichtert, dass das Spiel verschoben wurde", hatte sich beispielsweise Mittelfeldspieler Djibril Sow gefreut. Und Trainer Adi Hütter sagte: "In der Bundesliga wäre die kürzere Pause wiederum ein Nachteil gewesen." In der Liga – und möglicherweise auch im DFB-Pokal. Bereits am Mittwoch (20.45 Uhr) kommt es zum nächsten Pflichtspiel über mindestens 90 Minuten. Gegen Bremen, aber diesmal in der eigenen Arena.

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Während man beim SVW vor allem in Person von Geschäftsführer Frank Baumann mit Unverständnis auf die Absage des Liga-Duells reagiert hatte ("Wir hätten mit einem Heimspiel in eine sehr entscheidende Woche starten können. Dieser Vorteil wurde uns genommen"), stieß der Beschluss der Deutschen Fußball Liga in Frankfurt auf viel Wohlwollen.

"Der Fußball und der Wettbewerb haben gewonnen. Die Liga hat das sehr gut gemanagt", sagte Fredi Bobic. Auch der Sportvorstand weiß um die Wichtigkeit einer guten Balance zwischen An- und Entspannung: "Die nächsten Wochen werden anstrengend. Wir werden weiter in Englischen Wochen verhaftet sein." In der Tat.

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Nach dem Pokal-Spiel gegen Bremen geht es bereits am Samstag (7. März, 15.30 Uhr) in Leverkusen in der Bundesliga weiter. Dann Europa-League-Achtelfinale gegen den FC Basel (12. März), dann wieder Bundesliga gegen Mönchengladbach (15. März), Europacup-Rückspiel (19. März) und schließlich noch die Auswärtsfahrt zu Rekordmeister Bayern München (22. März). Die dann folgende Länderspielpause von knapp zwei Wochen dürfte schon jetzt zum Durchschnaufen eingeplant sein. Allerdings: Die Eintracht stellt im Schnitt rund zehn Nationalspieler ab, eine echte Pause wird es für viele von ihnen also nicht.

Noch etwas weiter in der Zukunft, bei manch einem Fan aber vielleicht schon im Kalender markiert, liegen die Termine für die Halbfinals im DFB-Pokal. Den 21./22. April müssten Adi Hütter und sein Team bei der Trainingssteuerung zusätzlich berücksichtigen, sollte der Pokalsieger von 2018 sein Viertelfinale gegen die in der Liga abstiegsbedrohten Bremer gewinnen. "Das wird ein geiler Abend, wir freuen uns drauf", hat Mittelfeldmotor Sebastian Rode angekündigt. Ein Abend, an dem man sich bei Eintracht Frankfurt möglicherweise denken wird: Wir müssen uns demnächst mal bei "Bianca" bedanken.