Steven Zuber könnte die Eintracht nach nur einer Saison schon wieder verlassen.

Steven Zuber hat bei der Europameisterschaft einen Vorlagenrekord aufgestellt. Spült er nun wertvolle Millionen in die Kasse von Eintracht Frankfurt?

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Was passiert noch bei Eintracht Frankfurt?

Steven Zuber
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André Silva? Der von Eintracht Frankfurt zu RB Leipzig gewechselte Angreifer spielte bei Portugal trotz Fabelsaison mit 28 Bundesligatoren keine Rolle. Djibril Sow? Chancenloser Reservist bei der Schweiz. Martin Hinteregger? Herausragend im Achtelfinale gegen Italien. Aber gute Leistungen kennt man vom Österreicher ja.

Zuber ist die Eintracht-EM-Überraschung

Es waren nicht die großen Namen der Eintracht, die bei der Europameisterschaft herausragten. Stattdessen nutzte ein Akteur, den keiner auf der Liste hatte, die Gunst der Stunde: Steven Zuber. Im letzten Gruppenspiel gegen die Türkei legte er die drei Traumtore der Schweiz vor und war somit ein Baustein für das Weiterkommen. Im spektakulären Achtelfinale gegen Frankreich (3:3 nach 90 Minuten/5:4 im Elfmeterschießen) überragte Zuber erneut mit einem Assist.

Der 29-Jährige hat somit den Sprung in die EM-Geschichtsbücher geschafft, vier Vorbereitungen bedeuten einen neuen Rekord. Davon war nach einer mäßigen Saison bei der Eintracht nicht auszugehen. Zuber, der im Tausch für Mijat Gacinovic von der TSG Hoffenheim nach Frankfurt wechselte, stand nur sechsmal in der Startelf und assistierte dreimal - also einmal weniger, als bei der EURO.

Ausländische Klubs haben die Fühler ausgestreckt

Zuber kam am überragend agierenden Filip Kostic (vier Tore und 17 Vorlagen) einfach nicht vorbei, er konnte während dessen Verletzungspause im vergangenen Herbst keine Eigenwerbung betreiben. Ihm fehlten Power und Tempo, um die Rolle als hochstehender Linksverteidiger im Kostic-Style zu interpretieren. Umso überraschender kam die Performance bei der EM.

Eines Berichts der Bild zufolge darf Zuber den Klub für fünf Millionen Euro verlassen, ausländische Klubs wie Norwich City, FC Turin oder Dynamo Moskau sollen die Fühler ausgestreckt haben. Die Frage, die sich für Sportvorstand Markus Krösche und Trainer Oliver Glasner allerdings stellt, wenn ein Angebot eintrudelt: Was passiert bei einem Kostic-Abgang? Wäre Zuber dann nicht wichtig?

Überraschender Geldregen für die Eintracht?

Die Eintracht hat bereits vorgesorgt. Die Neuzugänge Christopher Lenz und Jesper Lindström können auf der linken Seite spielen, für Zuber bliebe wohl auch dann nur der Platz als Rotationsspieler. Zudem will Krösche den aufgeblähten Kader verkleinern, in Corona-Zeiten muss die Eintracht trotz "Dreifachbelohnung" finanzielle Löcher stopfen.

Die Entwicklung von Zuber könnte nun für einen überraschenden Geldregen sorgen. Der Vertrag des 40-fachen Nationalspielers läuft noch bis 2023, eine Marktwertsteigerung war vor dem Turnier nicht zu erwarten. Die Eintracht ist offen für einen Verkauf, man würde Zuber keine Steine in den Weg legen.