Hradecky lässt den Ball durch die Finger rutschen.
Die entscheidende Szene: Hradecky patzt und die Eintracht verliert. Bild © Imago

Keine Punkte am Ostersonntag: Die Frankfurter Eintracht hat ihr Auswärtsspiel bei Werder Bremen verloren – und das nach einem dicken Patzer ihres sonst so starken Torhüters.

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Eintracht Frankfurt hat die Rückkehr auf Champions-League-Rang vier verpasst. Die Hessen verloren am Sonntag bei Werder Bremen mit 1:2 (0:1) und kassierten damit ihre vierte Auswärtsniederlage hintereinander. Für die Platzherren war es der vierte Heimsieg in Serie, sie dürften damit endgültig aus dem Abstiegskampf raus sein.

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion gelang Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic in der 28. Minute der Führungstreffer. Der Österreicher war nach Vorarbeit des Dänen Thomas Delaney mit einem Flachschuss erfolgreich. Für den Frankfurter Ausgleich sorgte Luka Jovic (53.), ehe David Abraham (79.) mit einem kuriosen Eigentor per Kopfballrückgabe für die Entscheidung sorgte.

Durch Hradeckys Finger ins Frankfurter Tor

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Eintracht-Torwart Lukas Hradecky hatte mit einem kapitalen Fehler maßgeblich zu diesem Treffer beigetragen, indem er den eigentlich ungefährlichen Ball durch die Finger gleiten ließ. In einer sehenswerten Partie, in der beide Mannschaften deutlich erkennbar den Sieg wollten, waren die Hanseaten das bessere, auf jeden Fall aber das glücklichere Team. Von der ersten Minute an versteckten sich die Gäste nicht und spielten immer wieder mutig nach vorne.

Mehrfach standen beide Torhüter im Blickpunkt des Geschehens. Hradecky verhinderte nach einem Kopfball von Ishak Belfodil (17.) zunächst eine frühere Führung der Norddeutschen. In der 37. Minute klärte Jiri Pavlenka auf der anderen Seite spektakulär gegen Marius Wolf.

Frühe verletzungsbedingte Wechsel

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Dem ansehnlichen Spielfluss tat es auch keinen Abbruch, dass auf beiden Seiten bereits in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt gewechselt werden musste. Bei Bremen ersetzte Marco Friedl ab der 25. Minute den Schweden Ludwig Augustinsson (Oberschenkelzerrung), von der 39. Minute an spielte bei der Eintracht der Mexikaner Marco Fabian für Ante Rebic (Wadenverletzung).

Nach dem Seitenwechsel verflachte zunächst das Niveau. Hüben wie drüben waren die Aktionen nicht mehr so zielstrebig wie zu Beginn. Beide Trainer waren sichtlich bemüht, mehr Klarheit in das Spiel der eigenen Mannschaft zu bringen – zunächst vergeblich. Nach der schmeichelhaften Führung hatte Werder aber in der Schlussphase mehr vom Spiel und durch Junuzovic in der 82. Minute auch noch eine große Chance. Auf der anderen Seite hätte Jovic bereits drei Minuten nach seinem Ausgleichs- auch noch direkt den Führungstreffer erzielen können.

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Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:0)

Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson (25. Friedl) - Bargfrede - Eggestein, Delaney - Belfodil (75. Johansson), Junuzovic (89. Langkamp) - Kruse

Frankfurt: Hradecky - Russ (76. Falette) Hasebe, Abraham - da Costa, de Guzman, Chandler (65.Tawatha) - Wolf, Boateng - Jovic, Rebic (39. Fabian)

Tore: 1:0 Junuzovic (28.), 1:1 Jovic (53.), 2:1 Abraham (79./Eigentor)

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 42.100 (ausverkauft)

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