Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner mit Maske

Geht er oder geht er nicht? Das fragen sich die Fans von Eintracht Frankfurt seit Dienstag über Sportdirektor Bruno Hübner. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sagt "Ja". Laut Verein ist noch nichts entschieden.

So viel Kontinuität wie bei Eintracht Frankfurt gibt es an wenigen Bundesliga-Standorten. Trainer Adi Hütter ist bis Sommer 2023 an die Hessen gebunden, auch die Vorstände Fredi Bobic und Axel Hellmann haben am Main bis dahin einen gültigen Vertrag. Doch als man mit Bobic und Hellmann langfristig verlängerte, einigte man sich mit Sportdirektor Bruno Hübner nur auf einen neuen Kontrakt bis 2021. Dieser läuft im kommenden Sommer aus und soll nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) auch nicht verlängert werden.

Der Verein lässt sich bei dieser Personalie nicht in die Karten schauen. Ein Clubsprecher kommentierte auf Anfrage, es gebe noch keine Tendenz. Vertragsgespräche hätten noch nicht stattgefunden. "Es hat noch kein Gespräch mit der Eintracht gegeben", sagte inzwischen auch Hübner selbst der Bild. Laut FAZ gibt es keine gemeinsame Perspektive mehr. Als der Österreicher Hütter im September verlängerte, antwortete er mit Bezug auf Hübners Vertrag, dass sein Vertrag nicht von dem seines Vertrauten in der Sportlichen Leitung abhänge. Dies scheint sich nun zu bewahrheiten.

"Bruno macht einen sehr guten Job"

Der 59 Jahre alte Hübner, der als Profi für den 1. FC Kaiserslautern Fußball spielte, hätte nach dem Ende der kommenden Spielzeit ein turbulentes Jahrzehnt bei der Eintracht hinter sich. Im Sommer 2011 kam er vom MSV Duisburg zum Absteiger, um dort einen Neuaufbau zu gestalten. Es folgten der Aufstieg und viele Erstliga-Jahre mit den Trainern Armin Veh, Thomas Schaaf, dem späteren Bayern-Coach Niko Kovac und nun Hütter, der auch schon in der dritten Saison die SGE betreut.

Als der Verein im Sommer 2018 die Verträge seiner Führungsriege verlängerte, lobte Vorstand Bobic seinen Sportdirektor in den höchsten Tönen. "Bruno macht einen sehr guten Job, und wir ergänzen uns fantastisch. Wir haben eine spannende und ereignisreiche Zeit vor uns", sagte der ehemalige Stürmer. Damit hatte Bobic zweifellos recht behalten, folgte in der nächsten Spielzeit doch der furiose Einzug ins Europa-League-Halbfinale, der erst vom späteren Sieger FC Chelsea beendet wurde.

Voting

Soll die Eintracht den Vertrag mit Bruno Hübner verlängern?

Kein Grund dafür, kein Grund dagegen

Wie die FAZ berichtet, habe es keinen konkreten Anlass für den Verein gegeben, sich von Hübner zu trennen. Es gebe aber auch "keinen bestimmten Grund", den Kontrakt über 2021 hinaus noch einmal zu verlängern. Hübner ist nicht nur selbst Fußball-Funktionär, sondern hat auch drei Söhne, die selbst den Sprung zum Profi schafften. Florian spielt heute bei Bundesliga-Rivale Union Berlin, Benjamin ist Kapitän der TSG Hoffenheim, Christopher spielte früher unter anderem für Darmstadt und Wehen Wiesbaden.