Trainer Oliver Glasner von Eintracht Frankfurt

Kurz vor dem Europa-League-Halbfinale gegen West Ham muss sich Eintracht Frankfurt im Bundesliga-Alltag mit Hoffenheim rumärgern. Auf Experimente will Trainer Oliver Glasner dennoch verzichten, gute Nachrichten gibt es von Djibril Sow.

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Die komplette Eintracht-PK vor dem Spiel gegen Hoffenheim

Glasner PK
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Es wäre wohl nur zu menschlich, wenn Eintracht Frankfurt das Bundesliga-Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen die TSG Hoffenheim als Generalprobe für die Europa League nutzen würde. Die angeschlagenen Spieler schonen, ein paar Reservisten Spielpraxis schenken und dann mit voller Kraft und voller Kapelle nach London zum Halbfinal-Hinspiel gegen West Ham United düsen. Der Haken an der Sache: Trainer Oliver Glasner will von einem gemütlichen Frühlingskick im Stadtwald nix wissen.

"Wir brauchen keinen Probe-Galopp", betonte der Österreicher am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Es sei zwar theoretisch eine Option, den für das Duell mit West Ham gesperrten Evan N’Dicka und Kristijan Jakic schon jetzt eine Pause zu geben, um die potenziellen Alternativen zu testen. "Das könnte man machen", so Glasner. "Wir machen das aber nicht. Es wird die stärkste Elf spielen."

Abschenken? Nicht mit Glasner

Heißt: Glasner fordert von seiner Mannschaft trotz des überschaubaren sportlichen Werts des Spiels und trotz des großen Highlights unter der Woche auch gegen Hoffenheim eine seriöse Leistung. In der Bundesliga ist zwar kein großer Sprung mehr drin, die Eintracht wird im grauen Mittelfeld landen. Abschenken will Glasner das Duell mit den Kraichgauern aber auf keinen Fall. "Mich interessiert nicht, was war oder was kommen wird. Mich interessiert Hoffenheim." Also: Scheuklappen auf, das Viertelfinale beim FC Barcelona abhaken, das Halbfinale gegen West Ham ausblenden. Und Schwung holen.

Denn genau das ist wohl Glasners Plan. Ähnlich wie vor dem 2:1-Auswärtssieg bei Betis Sevilla, als die Eintracht mit 4:1 bei Hertha BSC gewann und dann mit ordentlich Rückenwind in Richtung Andalusien flog, hofft der 47-Jährige auch jetzt auf einen Mutmacher. "Wir wollen mit einem Heimsieg Selbstvertrauen tanken. Eine gute Leistung ist sehr, sehr wichtig." Außerdem, so Glasner, hätten sich die Fans, die in dieser Saison erst vier Heimsiege feiern durften, auch gegen Hoffenheim vollen Einsatz verdient.

Sow und Trapp fraglich

Unklar ist derweil, ob die zuletzt angeschlagenen Kevin Trapp und Djibril Sow beim vorletzten Heimspiel der Saison wieder mit dabei sein werden. Sow hat seine Innenband-Dehnung zwar überwunden, soll am Freitag wieder ins Training einsteigen und dem Kader angehören. Risiko wird Glasner bei dem Schweizer Mittelfeld-Strategen aber genauso wenig eingehen wie bei Keeper Trapp, der weiter Schmerzen an der Hand hat. Die gute Nachricht zumindest: Ein Einsatz der beiden Leistungsträger in London scheint nicht gefährdet.

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"Wir haben jetzt vier fantastische Wochen vor uns", richtete Glasner den Blick zum Ende seiner Ausführungen dann doch noch mal über das Aufeinandertreffen mit Hoffenheim hinaus. "Es gilt jetzt, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Wir können viel erreichen." Das Ergebnis gegen Hoffenheim, da muss man ehrlich sein, wird in der Endabrechnung dieser Saison jedoch nur eine Nebenrolle spielen.

So könnte die Eintracht gegen Hoffenheim spielen:

Eintracht Frankfurt Hoffenheim Aufstellung