Collage: Deutschland-Fans, Hinteregger trägt Gacinovic Huckepack, Rehm und Bobic unterhalten sich
Links: deutsche Fußball-Fans während der WM 2002. Mitte: Eintracht-Profis Hinteregger und Gacinovic. Rechts: Rehmer und Bobic Bild © Imago & picture-alliance/dpa; Collage: hessenschau.de

Eintracht Frankfurt in der Champions League? Warum nicht, sagt Marko Rehmer. Der Ex-Profi hat den Frankfurter Drang nach Titeln und Fußball auf der großen Bühne immerhin schon vor knapp 20 Jahren verspürt.

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Marko Rehmer wusste es bereits im Jahr 2002. Als der damalige Nationalspieler und heutige Ex-Profi mit der deutschen Mannschaft von der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea zurückkehrte, beschlich ihn dieses gewisse Gefühl. "Die Eintracht, Frankfurt an sich hat nach Erfolgen gelechzt", sagte Rehmer am Montag im heimspiel! des hr-fernsehens. "Wie wir in Frankfurt empfangen wurden, wie die Stimmung war – da hat man gemerkt: Hier muss etwas passieren."

Nun, 16 Jahre nach dem schwarz-rot-goldenen Vize-Weltmeister-Titel und der Feierei auf dem Römerberg ist es passiert: Die Eintracht gewann 2018 den DFB-Pokal, holte damit den ersten großen Erfolg seit drei Jahrzehnten in die Mainstadt. Ein Triumph, und damit sind wir im Jahr 2019 angekommen, der in Rehmers Augen nicht der letzte gewesen sein muss.  

Rehmer: Königsklassen-Traum ist berechtigt

"Mit der Euphorie, mit der Stimmung in der Mannschaft ist vieles machbar", beschrieb der frühere Verteidiger, der die meisten Spiele für Hertha BSC absolvierte und von 2005 bis 2007 das Trikot mit dem Adler auf der Brust trug, die aktuelle Situation des hessischen Bundesligisten.

Nach dem 3:0 gegen den VfB Stuttgart und dem damit verbundenden Sprung auf Tabellenrang vier träumen vor allem zahlreiche Frankfurter Fans von der Königsklasse. Und die Profis? "Wenn du oben bist, dann willst du auch oben bleiben", sagte Rehmer. "Die Champions League wird mit Sicherheit ein Thema bleiben. Die Bundesliga wird irgendwann zum Job, aber international ist immer etwas Besonderes."

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Rehmer lobt die Arbeit von Hütter

Den mitunter größten Anteil am Höhenflug der Eintracht haben "die Drei da vorne", wie Rehmer sagte: Luka Jovic, Sébastien Haller und Ante Rebic. Aber auch die Defensivabteilung um Flügelflitzer Danny da Costa und Mittelfeldspieler Sebastian Rode mache einen guten Job. "Die Jungs sind fit. Wie die marschieren, was die für Meter machen – das ist sensationell", lobte Rehmer damit auch die Trainingsarbeit von Coach Adi Hütter.

Kein Wunder also, dass der Ex-Profi (225 Bundesliga- und 36 Länderspiele) vorsorglich die Kaderplanungen für die kommende Saison anspricht. Ein Thema, um das sich in Frankfurt Sportvorstand und Rehmers Kumpel Fredi Bobic kümmert. "Es ist wichtig zu schauen: Wen kann man halten?" sagte Rehmer. "Ich bin mir sicher: Bei allen ausgeliehenen Spielern würde Fredi sofort unterschreiben, wenn sie bleiben."

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Die bisherige Halbserie von Abwehrkante Martin Hinteregger (vom FC Augsburg ausgeliehen) bezeichnete der frühere Verteidiger als "überragend" sowie "sensationell": "Zusammen mit Makoto Hasebe ist er ein Garant für eine stabile Defensive." Eine andere entscheidende Personalie sei die von Kevin Trapp (Paris St. Germain). "Es ist wichtig, einen Torhüter zu haben, der auch mal ein, zwei Hundertprozentige hält. Ich glaube, Fredi hat in den nächsten Wochen ein bisschen was zu tun." Mit Vorahnungen kennt sich Marko Rehmer ja bestens aus.