Bobic und Boateng
Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic (li.) und Neuzugang Kevin-Prince Boateng Bild © Rhode/Storch

Der Wechsel von Kevin-Prince Boateng zur Frankfurter Eintracht ist in trockenen Tüchern. Der 30-Jährige wurde am Freitagnachmittag während einer höchst unterhaltsamen Pressekonferenz offiziell vorgestellt.

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Am Ende ging alles ganz schnell. Parallel zur laufenden Pressekonferenz zum Bundesliga-Auftakt der Frankfurter Eintracht am Sonntag (15.30 Uhr) beim SC Freiburg wurde der seit Tagen im Raum stehende Wechsel von Kevin-Prince Boateng perfekt gemacht. Der 30-Jährige unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis Juni 2020. Am Vormittag hatte Boateng den Medizincheck erfolgreich hinter sich gebracht und sich mit den Hessen auf letzte Vertragdetails geeinigt.

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Bereits am Nachmittag präsentierte sich der Neuzugang dann erstmals selbst den Frankfurter Journalisten. Die zurückliegenden Stunden seien "ein bisschen hektisch" gewesen, erzählte er. "Man fliegt ein, hat nicht viel Zeit, muss zu den Tests, Blut abnehmen, Pipi machen, Fahrrad fahren... diese ganzen Sachen halt." Prinzipiell sei Boateng aber sehr froh, dass der Transfer "so schnell geklappt" habe.

Boateng heiß auf Apfelwein

Der gebürtige Berliner freue sich auf die "Chance, auf die Möglichkeit", die er bei der Eintracht bekomme – und auf die regionale Getränkeauswahl, die Frankfurt zu bieten hat. "Ich will unbedingt Äppelwoi probieren", las Boateng von einem Spickzettel ab, den er sich extra zur Pressekonferenz mitgebracht hatte.

Bei den Frankfurtern erhält der Neuzugang die Rückennummer 17, die sich kürzlich erst der neue Ersatz-Keeper Jan Zimmermann gesichert hatte. "Ich habe den zweiten Torwart ganz höflich fragen lassen, ob ich die 17 bekommen kann", erzählte Boateng. "Das ist eine meiner Lieblingsnummern. Ich werde ihn jetzt zum Essen einladen."

Erster Einsatz schon in Freiburg?

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Dass der 30-Jährige sein neues Trikot bereits am Sonntag in Freiburg tragen wird, ist durchaus möglich. Vorbehaltlich der Spielberechtigung, mit der laut Sportvorstand Fredi Bobic spätestens am Samstag zu rechnen sei, könnte Boateng schon im Breisgau eine Option sein. "Sollte das klappen, werden wir schauen, was wir machen", sagte Trainer Niko Kovac.

"Kevin hat bei großen Turnieren und für große Vereine gespielt. Das zeigt, welche Fähigkeiten er hat. Wir bekommen mit ihm sehr viel Variabilität, sehr viel Mentalität und sehr viel Erfahrung in die Mannschaft. Er wird für den Club alles geben", erklärte der Coach. Boateng wechselt ablösefrei vom spanischen Erstligisten Las Palmas nach Frankfurt und soll dort den lange verletzten Spielmacher Marco Fabián ersetzen.

Vorfreude auf spannenden Fight

Der als exzentrisch geltende Deutsch-Ghanaer hatte seine überraschende Vertragsauflösung zu Wochenbeginn in Las Palmas mit der großen Distanz zu seiner Familie erklärt. "Deutschland hat mir gefehlt", sagte Boateng. "Dass die Eintracht es mir ermöglicht, mit meiner Familie wieder nach Hause zu kommen, bedeutet mir sehr viel", so der Halbbruder des deutschen Nationalspielers Jerome Boateng vom FC Bayern.

Jetzt wolle er so schnell wie möglich seine neuen Kollegen kennenlernen, um "mit ihnen gemeinsam für den Adler auf unserer Brust einzustehen". Vor allem die jüngeren Spieler sollen von der Verpflichtung des 30-Jährigen profitieren. "Kevin ist ein Winnertyp mit einem unbändigen Willen", begrüßte Sportvorstand Bobic den elften und voraussichtlich letzten Neuzugang dieses Sommers. Boateng freut sich bereits auf "einen spannenden Fight" in dieser Saison – "am liebsten gleich am Sonntag in Freiburg".