Bas Dost beim Warmlaufen

Der angedachte Wechsel von Bas Dost zu Eintracht Frankfurt scheint plötzlich gar nicht mehr so sicher. Zumindest Sporting Lissabon beklagt das Geschäftsgebaren des Stürmers. In Frankfurt gibt man sich entspannt.

Der erhoffte Transfer des niederländischen Torjägers Bas Dost zu Eintracht Frankfurt droht zu scheitern. Wie sein bisheriger Verein Sporting Lissabon am Dienstag mitteilte, könnten "kurzfristige finanzielle Forderungen des Spielers" seinen Wechsel in die Mainmetropole noch verhindern.

Das Management des portugiesischen Fußball-Erstligisten stehe weiterhin "für eine Win-Win-Vereinbarung zur Verfügung", werde "jedoch die Interessen von Sporting konsequent und kompromisslos verteidigen".

Berater weist Vorwürfe zurück

Dost-Berater Gunther Neuhaus wies die Anschuldigungen als "schlichtweg falsch" zurück und zeigte sich verwundert, dass der Torjäger "öffentlich verunglimpft" werde. "Der Club hat uns im Juli mitgeteilt, dass Bas aus finanziellen Gründen verkauft werden muss, da Sporting sein Gehalt nicht mehr bezahlen kann. Die Vereinsführung erklärte unmissverständlich, es werde kein Platz mehr für Bas im Team sein, er werde nicht mehr spielen und müsse gehen", sagte Neuhaus in einem Statement.

Wie Sporting berichtete, soll der Spieleragent des Angreifers dem Verein vor ungefähr einer Woche mitgeteilt haben, dass der Bundesligist aus Frankfurt an dem 30-jährigen Dost interessiert sei und die Eintracht sein gewünschtes Ziel sei. Zudem sei laut der Portugiesen eine grundsätzliche Einigung erzielt worden.

Von der Eintracht aus ist alles klar

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic hatte am Sonntag noch gehofft, den Vollzug der Verpflichtung des früheren Wolfsburger Stürmers zum Wochenbeginn vermelden zu können. So schnell dürfte es  zwar nicht klappen, trotzdem geht man bei den Hessen weiter entspannt mit dem Thema um. Vonseiten der Eintracht ist zu hören: Von uns aus ist alles klar. Man wartet einfach darauf, dass Sporting und Dost sich einigen.

Der Niederländer soll am Main den für geschätzte 40 Millionen Euro zu West Ham United gewechselte Sébastien Haller ersetzen. Zuvor hatte Topstürmer Luka Jovic die Eintracht für 60 Millionen Euro in Richtung Real Madrid verlassen. Der Niederländer spielte von 2012 bis 2016 für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga. Die Eintracht soll rund neun Millionen Euro für Dost investieren wollen.