Frederik Rönnow im Trikot von Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt hat den nächsten Abgang zu verzeichnen. Torwart Frederik Rönnow verlässt die Hessen und wechselt zu Union Berlin. Ein Ersatz steht aber schon parat.

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Frederik Rönnow von Eintracht Frankfurt
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Torwart Frederik Rönnow verlässt Eintracht Frankfurt nach drei Jahren und schließt sich Union Berlin an. Das gab der hessische Bundesligist am Dienstag bekannt. Über die Vertragsdauer und die Ablösemodalitäten wurde nichts bekannt.

Bei Eintracht Frankfurt blickt Rönnow auf eine unglückliche Zeit zurück. 2018 als potentielle Nummer eins von Bröndby IF verpflichtet, laborierte Rönnow schnell an einer Schulterverletzung, anschließend wurde dem Dänen Kevin Trapp vor die Nase gesetzt, der von Paris St. Germain zu den Hessen zurückkehrte. An der deutschen Nummer drei war fortan kein Vorbeikommen.

Sprechchöre nach dem Leverkusen-Sieg

So brauchte es erst eine Verletzung von Trapp, damit Rönnow sein Potential zeigen konnte. Im Herbst 2019 stand Rönnow acht Spiele in der Bundesliga im Tor, insbesondere seine Leistung beim 3:0 gegen Leverkusen zeigte, dass Rönnow das Zeug zum guten Bundesligatorwart hat. Er wurde nach dem Spiel mit Sprechchören gefeiert, in der Nacht zuvor war er sogar noch Vater geworden.

Die Bundesligatauglichkeit konnte er im allgemeinen Schalker Chaos, wohin er sich 2020 auf der Suche nach mehr Spielzeit hatte verleihen lassen, nur schwer nachweisen. Bei Union Berlin, wo er sich ein Duell mit Andreas Luthe um die Nummer eins liefern wird, nimmt er nun einen neuen Anlauf.

"Ich bin jetzt ein Adlerträger"

Ersatz für Rönnow steht bei Eintracht Frankfurt bereits parat, die Hessen verpflichteten Jens Grahl vom VfB Stuttgart. Bei der Eintracht wird sich der 32-jährige Grahl, der bislang zwölfmal das Tor in der Bundesliga hütete und einen Dreijahresvertrag unterschrieb, einen Zweikampf mit dem ebenfalls neu verpflichteten Diant Ramaj um den Bankplatz hinter Trapp liefern. "Ich bin jetzt auch ein Adlerträger und werde auf jeden Fall Gas geben für den Verein", so Grahl in einem kurzen Video, das die Eintracht in den Sozialen Medien teilte.

Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche kennt den Keeper noch aus der gemeinsamen Zeit bei Paderborn. "Aus persönlicher Erfahrung weiß ich um die sportlichen wie menschlichen Qualitäten von Jens", lobte Krösche den Teamplayer Grahl, dessen Wechsel sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet hatte.