Das Sondertrikot der Eintracht und zwei Spieler

Eintracht Frankfurt setzt im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Bayern ein Zeichen gegen Rassismus und schließt sich der "Black Lives Matter"-Bewegung an. Die Botschaft soll um die Welt gehen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hellmann: "In einem Spiel sind wir unberechenbar"

Axel Hellmann und DFB-Pokal
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Wenn Eintracht Frankfurt am Mittwochabend (20.45 Uhr) beim FC Bayern um den Einzug ins DFB-Pokal-Finale spielt, werden Zuschauer in rund 200 Ländern zuschauen. Sportlich werden die Hessen, so denn kein Wunder geschieht, dabei wohl keinen allzu bleibenden Eindruck hinterlassen. Die wichtigere Botschaft wird allerdings von der Trikotbrust in die Welt gesendet: "Black Lives Matter" wird dort nämlich statt des Trikotsponsors Indeed zu sehen sein. Das teilte die Eintracht wenige Stunden vor Anpfiff mit. "Es gibt derzeit Themen, die eine größere Bedeutung haben als der Sport", sagte Vorstand Axel Hellmann bei hr-iNFO.

Mit dem Sondertrikot unterstützt die Eintracht die in den USA entstandene "Black Lives Matter"-Bewegung, die sich gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt gegen People of Colour einsetzt.

Schon das zweite Sondertrikot

"Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Homophobie haben keinen Platz innerhalb der Eintracht-Familie und dürfen auch keinen Platz in einer liberalen Gesellschaft haben", so Hellmann. "Wir müssen immer wieder darauf hinweisen, und auch die Kraft und die Reichweite des Fußballs nutzen, um diese wichtige Botschaft mit Wucht in die Welt zu bringen."

Die Eintracht hatte bereits in der Bundesliga-Hinrunde mit einem Sondertrikot für Toleranz und Offenheit in der Gesellschaft geworben. Vor rund einem halben Jahr prangten die Flaggen der Heimatländer der Frankfurter Profis und der Slogan "Platz für Vielfalt" auf der Trikotbrust.

Sendung: hr-iNFO, 10.06.20, 16.15 Uhr