Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller.
Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller haben in dieser Saison oft Grund zum Feiern. Bild © Imago Images

Eintracht Frankfurt stürmt von Fußballfest zu Fußballfest, da kommt die Länderspielpause sehr ungelegen. Vor allem auch für die Fans, die sich nun anderweitig beschäftigen müssen. Hier kommen fünf Vorschläge für die Eintracht-freie Zeit.

Gehen Sie in den Zoo

Wenn Sie es als regelmäßiger Eintracht-Stadiongänger einfach nicht mehr gewohnt sind, am Wochenende keine Büffel zu sehen, dann sei Ihnen ein Besuch im Zoo empfohlen. Leider hat der Frankfurter Zoo seit 1961 keine Büffelhaus mehr, dafür aber verfügt der Zoo in Kronberg über einige Exemplare des Roten Höhenviehs, einer Rinderart, die mit bis zu 900 Kilogramm Gewicht dem Körperbau und der Durchschlagskraft von Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller am nächsten kommt. Kleiner Stimmungskiller: Bälle ins Gehege werfen ist leider nicht erlaubt.

Bereiten Sie sich auf härtere Zeiten vor

Zahlreiche Psychiater in Frankfurt bieten geeignete Therapiesitzungen bei Trennungssituationen und Liebeskummer an. Aktuell befinden Sie sich als Eintracht-Fan ja auf Wolke sieben, spätestens aber im Sommer, wenn der eine oder andere Jovic den Klub verlässt, ist Trennungsschmerz angesagt. Bereiten Sie sich mithilfe eines Profis auf die Stunde null vor und lernen Sie hilfreiche Bewältigungsmechanismen, wenn Sie ihren Liebling demnächst im Barcelona-Trikot sehen. Auch gibt es Traumatherapien, sollte einer der Eintracht-Stürmer, Gott bewahre, nächste Saison sogar im Bayern-Trikot auflaufen.

Gehen Sie zum Orthopäden

Platz fünf in der Liga mit 51 Toren in 26 Spielen, Schlagdistanz zu den Champions-League-Plätzen, eine makellose Bilanz in der Europa-League, wo zuletzt mit Inter Mailand ein echtes europäisches Schwergewicht aus dem Wettbewerb rausdominert wurde: Kein Wunder, dass man als Eintracht-Fan aktuell den Kopf in den Wolken und eine breite, stolzgeschwellte Brust trägt. Aber Achtung: Da man das als Eintrachtler nicht unbedingt gewohnt ist, kann es zu Haltungsproblemen und Fehlbelastungen kommen. Lassen Sie Ihren Orthopäden einen Blick drauf werfen und heimsen Sie ein Lob für Ihre neuerdings gute Haltung ein. Nicht jede Berührung des Arztes muss dabei zwangsläufig ein orthopädischer Griff sein. Manchmal ist es einfach nur ein anerkennender Schulterklopfer.

Machen Sie einen Kurzurlaub in Lissabon

Sonnige 20 Grad, vom Atlantik weht eine angenehme Brise, auf den Straßen blüht das Stadtleben: Lissabon im Frühjahr ist immer eine Reise wert. Und da die Fans der Hessen zum Europa-League-Hinspiel gegen Benfica am 11. April aller Voraussicht nach nicht nach Lissabon werden reisen dürfen, könnten Sie darüber nachdenken, den Kurztrip einfach vorzuziehen. Singen Sie ein paar Eintracht-Lieder auf dem Miradouro de Santa Luzia, trinken Sie einen Äppler auf dem Praça do Comércio, stehen Sie kopfschüttelnd vor dem leeren Estadio da Luz und ärgern Sie sich. Wichtig: Sollte es wider Erwarten zu frisch sein, verzichten Sie bitte darauf, per Pyro-Fackel für Wärme zu sorgen.

Schwelgen Sie in Erinnerungen

Vor allem in Zeiten des Erfolgs sollte man mal die Zeit finden, innezuhalten und sich darauf zu besinnen, wo man herkommt. Erinnern Sie sich an eine überhastet vorbeigestolperte Großchance von Ivica Mornar, gedenken Sie knüppelharter, kniehoher Halbfeldflanken auf den ersten Verteidiger von Mehdi Mahdavikia, schicken Sie Gordon Schildenfeld gedanklich in ein aussichtsloses Laufduell. Das erdet und bietet die Möglichkeit, wirklich wertzuschätzen, was man hat und wie gut es aktuell läuft.