Steven Zuber

Steven Zuber hat im Testspiel bei der PSV Eindhoven seine erste Duftmarke im Trikot von Eintracht Frankfurt hinterlassen. Trainer Adi Hütter freut sich über einen Neuzugang, der nicht nur durch Vielseitigkeit glänzt.

Nach sieben Einheiten mit seinen neuen Kollegen durfte sich Steven Zuber auch im Wettkampfmodus bei Eintracht Frankfurt beweisen. Im Testspiel bei der PSV Eindhoven (2:1) kam der Neu-Frankfurter zur Pause und hinterließ auf der linken Außenbahn einen mehr als ordentlichen 45-minütigen Eindruck. So bereitete der 29-Jährige das 1:0 durch Daichi Kamada (55.) sehenswert vor und hatte als "Antipper" auch bei Martin Hintereggers Freistoß zum Endstand sein Füßchen im Spiel (68.).

Zwei Assists in einer Spielhälfte können sich durchaus sehen lassen – auch wenn die zweite Torvorlage in etwa so anspruchsvoll war wie das Überstreifen des Trikots vor dem Spiel. Doch das sollte dem Neuzugang nicht negativ ausgelegt werden. "Steven Zuber hat ein sehr gutes Spiel gemacht", resümierte Trainer Adi Hütter und bescheinigte ihm eine hohe Spielintelligenz.

Nicht auf eine Position festgelegt

Diese äußert sich nicht nur in Zubers Passfähigkeiten, wie etwa beim Durchstecker auf Kamada, den Hütter als "wunderbar" bezeichnete. Besonders imponiert dem Coach die Vielseitigkeit – oder neufußballdeutsch: Polyvalenz – des ehemaligen Hoffenheimers, der im Tausch für Mijat Gacinovic nach Frankfurt gewechselt war.

"Ich denke, er kann in der Offensive auf beiden Flügeln spielen. Als Zehner kann man ihn genauso einsetzen", sagte Hütter. Und sollte die Not im Angriff einmal groß sein, könne der Schweizer auch als hängende Spitze auflaufen. Zuber selbst will sich nicht auf eine bevorzugte Position festlegen. Nur links hinten, da sieht er sich nicht so gern.

"Die Jungs machen es mir einfach"

In seinen sechs Jahren bei der TSG Hoffenheim war das linke Mittelfeld sein hauptberuflicher Einsatzbereich. Dort allerdings wird man ihn in Frankfurt eher selten spielen sehen. Schließlich beackert mit Filip Kostic der wohl wertvollste Spieler im Kader die linke Außenbahn. Für Zuber könnte sich auf Rechtsaußen ein längerfristiges Betätigungsfeld auftun. Hier vermisste man in der vergangenen Saison bei der Eintracht einen Spieler mit primär offensiven Qualitäten gänzlich.

Zuber, der bisher 25 Länderspiele für die Eidgenossen bestritt, könnte also zügig zur erhofften Verstärkung für die Frankfurter werden. "Für mich ist es wichtig, dass ich so schnell wie möglich die Automatismen kennenlerne", sagte er. "Gleichzeitig will ich mich auch in der Mannschaft gut einleben, aber da machen es mir die Jungs extrem einfach, ebenso wie das Trainerteam und alle anderen. Es macht mir bisher richtig Spaß bei der Eintracht."

Niederländische Wochen bei der Eintracht

Die nächste Empfehlung unter Wettkampfbedingungen kann Zuber am kommenden Wochenende abgeben. Nach einer weiteren Trainingswoche reisen die Frankfurter am Samstag erneut ins Nachbarland. Nächster Prüfstein in der Saisonvorbereitung ist dann der niederländische Rekordmeister und Champions-League-Teilnehmer Ajax Amsterdam.