Luka Jovic bejubelt seinen Führungstreffer
Luka Jovic und die Eintracht rauschen weiter durch die Europa League. Bild © Imago

Trotz zahlreicher Wechsel in der Startelf gewinnt Eintracht Frankfurt auch das fünfte Spiel in der Europa League und ist dank zyprischer Mithilfe schon jetzt sicher Gruppenerster. Luka Jovic gelingt Historisches.

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Eintracht Frankfurt hat am Donnerstag auch das fünfte Spiel der Europa League gewonnen und sich gleichzeitig den Gruppensieg in der vermeintlichen "Todesgruppe" gesichert. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter ließ Vorjahres-Finalist Olympique Marseille in der erneut extrem stimmungsvollen Frankfurter Arena nicht den Hauch einer Chance und gewann hochverdient mit 4:0 (2:0).

Dank freundlicher Mithilfe von Apollon Limassol, das im Parallelspiel Lazio Rom mit 2:0 besiegte, sind die Hessen trotz eines noch ausstehenden Spiels nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Eine Million Euro Zusatzprämie und ein schwächerer Gegner im Sechzehntelfinale sind damit garantiert.

Eintracht mit Blitzstart - Gustavo trifft ins falsche Tor

Trainer Adi Hütter hatte die Startelf im Vergleich zum 3:1-Auswärtssieg in Augsburg auf gleich fünf Positionen verändert. Für David Abraham (verletzt), Evan N’Dicka, Jonathan De Guzman, Ante Rebic und Filip Kostic rückten Simon Falette, Marco Russ, Taleb Tawatha, Mijat Gacinovic und Jetro Willems ins Team. Eine Rotation, die sich bemerkbar machte: Nachdem die Eintracht vor vier Tagen beim FCA bereits nach 53 Sekunden jubeln durfte, dauerte es bis zur Führung dieses Mal ganze drei Sekunden länger. Nach einer Ecke stand Luka Jovic goldrichtig und erzielte das schnellste Tor eines deutschen Teams in der Geschichte der Europa League.

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Ein früher Schock für die mit einer B-Elf angetretenen Gäste aus Marseille, von dem sie sich nicht mehr erholten. Angreifer Valere Germain tauchte nach rund einer Viertelstunde zwar einmal kurz vor Frankfurts Keeper Kevin Trapp auf, das war es dann aber auch schon mit geglückten Aktionen der bereits ausgeschiedenen Franzosen. Statt den durchaus möglichen Ausgleichtreffer zu erzielen verteilte der Tabellenletzte lieber Gastgeschenke: Der ehemalige Bayern-Profi Luiz Gustavo entschied sich am eigenen Strafraum für einen No-Look-Rückpass und erwischte seinen Schlussmann Pelé damit auf dem völlig falschen Fuß. Der Ball trudelte zum 2:0 über die Linie.

Das Spiel war damit entschieden, der hessische Torhunger aber noch nicht gestillt. Erneut Jovic (19.), Ersatzkapitän Russ (20.) und Gacinovic (29.) hätten das Ergebnis schon vor der Halbzeit weiter nach oben treiben können, die Chancen blieben aber ungenutzt.

Marseille bietet Slapstick

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zunächst etwas. Die Eintracht wollte nicht mehr unbedingt, Olympique konnte nicht, beiden Mannschaften war die fehlende Spannung anzumerken.

Die erste gute Möglichkeit des zweiten Durchgangs vergab Sébastien Haller (57.), ehe erneut die Gäste mit gutem Beispiel vorangingen. Eine ebenso harmlose wie verunglückte Hereingabe von Danny Da Costa landete bei Marseilles Verteidiger Bouna Sarr, dem Eigentor Nummer zwei unterlief (62.).

Ein Tor made in Frankfurt gab es aber auch noch: Haller verlängerte einen langen Ball auf seinen kongenialen Sturmpartner Jovic, der mit seinem insgesamt fünften Tor im laufenden Wettbewerb für die letzte Änderung auf der Anzeigentafel sorgte (67.). Jubel brandete trotzdem noch einmal auf: Da Limassol im Parallelspiel auf 2:0 erhöhte, durften die ohnehin schon euphorisierten Fans auch noch den Gruppensieg feiern. Das passende Ende des nächsten Frankfurter Feiertags.

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Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - Olympique Marseille 4:0 (2:0)

Frankfurt: Trapp - Falette, Hasebe, Russ - Willems, Tawatha (64. Kostic), Fernandes, Gacinovic, da Costa - Jovic (79. Müler), Haller (72. Rebic)        
Marseille: Pele - Hubocan, Kamara, Caleta-Car, Amavi (80. Rocchia) - Sarr, Lopez (61. Rolando), Luiz Gustavo, Radonjic - Germain (64. Chabrolle), Mitroglou                           
Tore: 1:0 Jovic (1.), 2:0 Luiz Gustavo (17./ET), 3:0 Sarr (62./ET), 4:0 Jovic (67.)                            
Gelbe Karten: - / Louiz Gustavo

Schiedsrichter: Beaton (Schottland)  
Zuschauer: 47.000 (ausverkauft)  

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