Fans von Eintracht Frankfurt auf der Tribüne

Die Eintracht und Darmstadt 98 hoffen darauf, schon bald mehr Fans begrüßen zu können. Die neue Regelung der Bundesländer macht's möglich, zumindest beim Frankfurter Heimspiel gegen Bielefeld wird das aber noch nichts.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bobic zur Fan-Rückkehr: "Das ist ein Anfang"

Fredi Bobic
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Wenn Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) gegen Arminia Bielefeld in die Bundesliga-Saison startet, wird zumindest ein Hauch von Alltags-Atmosphäre durch die Arena wehen. An ein ausverkauftes Haus mit 51.500 Zuschauern und Gäste-Fans aus Ostwestfalen ist aufgrund der Coronakrise zwar noch nicht zu denken, Geisterspiele und leere Ränge sind aber erst einmal Vergangenheit. "Es ist einfach angenehm, mal wieder Menschen zu sehen", kommentierte Sportvorstand Fredi Bobic die Rückkehr von insgesamt 6.500 Fans ins Stadion.

Schon gegen Hoffenheim vor 10.000 Fans?

Klar ist seit Dienstag aber auch: Eigentlich wären schon mehr erlaubt. Nach dem Beschluss der Bundesländer, die Sportstätten wieder mit bis zu 20 Prozent der Kapazitäten zu füllen, dürften theoretisch etwas mehr als 10.000 Zuschauer in die Frankfurter Arena. "Das ist jetzt erst einmal ein Anfang", so Bobic. "Dann arbeiten wir uns nach oben." Voraussetzung dafür: Das Gesundheitsamt gibt sein Okay und genehmigt das Hygienekonzept. Entschieden wird von Fall zu Fall und von Stadt zu Stadt.

An der Entscheidung, gegen Bielefeld mit 6.500 Fans zu starten, wird deshalb nicht mehr gerüttelt. Eine im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten gehaltene Aufstockung wird es so kurzfristig nicht mehr geben, wie ein Vereinssprecher dem hr-sport am Mittwoch bestätigte. Heißt: Mehr als 6.500 Tickets wird es definitiv nicht geben. Beim kommenden Heimspiel am Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) gegen die TSG Hoffenheim könnte diese Grenze jedoch fallen und deutlich mehr Eintrittskarten in den Verkauf kommen. Bis zu 10.300 sind möglich.

Lilien sprechen beim Gesundheitsamt vor

Mit der gleichen Thematik beschäftigt sich derzeit auch der SV Darmstadt 98. Die Lilien, die den Organisations- und Zeit-Vorteil haben, mit einem Auswärtsspiel in Sandhausen in die Saison zu starten, könnten im Gegensatz zur Eintracht schon beim ersten Heimspiel die Zuschauer-Maximalgrenze erreichen.

Da das Stadion am Böllenfalltor gerade umgebaut wird und ohne Haupttribüne "nur" 14.600 Plätze hat, dürften nach der 20-Prozent-Regel schon am 26. September gegen Jahn Regensburg bis zu 2.920 Fans zugelassen werden. Aktuell bereits genehmigt sind lediglich 1.741, dabei soll es im besten Fall aber nicht bleiben.

"Wir stehen in einem engen Austausch mit den zuständigen Ämtern", sagte Pressesprecher Jan Bergholz dem hr-sport. "Mit dem Beschlusspapier der Staatskanzleien werden wir uns nun im Detail intern auseinandersetzen und gemeinsam mit dem Gesundheitsamt das weitere Vorgehen erörtern." Heißt: 1.741 Zuschauer sind schön, 2.920 Zuschauer wären aber viel schöner und sind das erklärte Ziel.

Ab 35 Neuinfektionen ist wieder dicht

Die neue Normalität in Bundesliga und 2. Liga nimmt also immer konkretere Formen an, Zuschauer und Teams dürfen sich auf voller werdende Fanblöcke und Tribünen freuen. Eins, auch das ist klar, darf allerdings nicht passieren: Sobald es in Frankfurt (derzeit 17,9) oder Darmstadt (7,5) innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt, heißt es für alle Fußball-Freunde wieder: Wir müssen draußen bleiben. Ein Schicksal, das wohl niemand will.