Imago Amateure Fußball

Während in anderen Bundesländern der Ball rollt, sind die Regeln für den hessischen Amateurfußball noch immer streng. Stefan Reuß, Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes, hofft, dass damit bald Schluss ist und nimmt die Politik in die Verantwortung.

Der Hessische Fußball-Verband will am 5. und 6. September die neue Meisterschaftsrunde in den Amateurspielklassen starten. Dies sei "unser Wunsch", sagte Stefan Reuß, Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV), in einem am Montag veröffentlichten Interview auf der Homepage des Verbandes. "Wenn es die Vorgaben zulassen, ist an dem vorherigen Wochenende Ende August eine Pokalrunde denkbar."

HFV-Präsident Stefan Reuß

Der aktuelle Pokalwettbewerb, der wegen der Corona-Krise unterbrochen werden musste, soll ab Mitte August mit noch einem Halbfinale und dem Finale zu Ende gespielt werden. Das Endspiel wird im Rahmen des Finaltages der Amateure am 22. August ausgetragen.

Flickenteppich im Fußball

Kritik übte Reuß an den von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Regeln für den Amateurfußball. "Beispielsweise in Niedersachsen, Thüringen und Westfalen können schon längst wieder Trainings- und Freundschaftsspiele durchgeführt werden", sagte er. "Gerade in den angrenzenden Fußballkreisen wird davon auch rege Gebrauch gemacht. Hessische Mannschaften spielen also längst wieder, aber eben außerhalb Hessens." Dies sei für den Verband schwer zu vermitteln.

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„Wir brauchen keinen Flickenteppich, sondern eine einheitliche Regelung in Deutschland.“ Zitat von Stefan Reuß
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In Hessen gilt noch die Beschränkung, dass eine Gruppe nicht mehr als zehn Spieler groß sein darf. "Damit können wir weder richtig trainieren, geschweige denn ein Spiel durchführen", sagte Reuß und forderte: "Wir brauchen keinen Flickenteppich, sondern eine einheitliche Regelung in Deutschland."

Politik gefordert

Der HFV habe immer gesagt, dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vom Infektionsgeschehen und damit zusammenhängenden behördlichen Vorgaben abhängig sei. "Jetzt muss die Politik handeln und den Flickenteppich beenden", sagte Reuß.