Tanja Pawollek (mit Kapitänsbinde) im Kreise ihrer Mitspielerinnen
Tanja Pawollek (mit Kapitänsbinde) im Kreise ihrer Mitspielerinnen Bild © Imago Images

Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt hat eine spannende Saison vor sich. Die Mannschaft will sich sportlich weiterentwickeln – um danach womöglich mit Eintracht Frankfurt ein ganz neues Kapitel aufzuschlagen.

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Niko Arnautis im Interview

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Arnautis: "Nach oben gibt es keine Grenze"

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Tanja Pawollek ist erst 20 Jahre alt, aber schon lange im Geschäft: Die defensive Mittelfeldspielerin geht in ihre vierte Saison beim 1. FFC Frankfurt. Eine besondere Ehre wurde ihr schon vor dem Start der neuen Spielzeit zuteil: Pawollek darf das Team ab sofort als Kapitänin auf den Platz führen.

"Ich habe es vor dem Training erfahren", sagte sie dem hr-sport. "Ich bin in gewisser Weise schon stolz darauf." Trainer Niko Arnautis ist voll des Lobes über die junge Spielerin: "Sie war für mich schon letzte Saison eine Leaderin auf dem Platz, hat eine gute Art und kommt super an im Team."

Ziel: Endlich wieder eine Nationalspielerin

Womöglich wird es auch Pawollek sein, die den Coach eines seiner Saisonziele erreichen lässt: Endlich mal wieder eine deutsche Nationalspielerin hervorbringen, nachdem bei der WM im Sommer keine einzige Spielerin aus Frankfurt in der DFB-Elf dabei war. Neben Pawollek, die bereits im Januar von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zu einem Lehrgang eingeladen wurde, traut Arnautis es auch noch "der einen oder anderen" zu.

Wenn es um die kommende Saison in der Frauenfußball-Bundesliga geht, windet sich der Trainer um eine genaue Zielvorgabe. "Nach oben gibt es für mich nie eine Grenze, aber ich weiß, dass die Konkurrenz ganz gut aufgestellt ist." Wolfsburg und München sieht er im Zweikampf um den Titel, dahinter erwartet der 39-Jährige ein "breites Mittelfeld".

Höheres Einstiegsniveau

Im vergangenen Jahr schaffte es der FFC quasi auf den letzten Drücker noch auf Platz fünf, nun sieht der Coach sein Team einen Schritt weiter. "Wir haben uns ganz gut verstärkt, plus das eine Jahr mehr auf dem Buckel, das lässt mich ruhiger schlafen", sagte er. Und ergänzte selbstbewusst: "Unser Einstiegsniveau ist dieses Jahr ein höheres."

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FFC Pawollek

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Pawollek: "Bin stolz auf das Kapitänsamt"

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Die Saison 2019/2020 ist für die Frankfurterinnen die wahrscheinlich letzte als FFC. Für den kommenden Sommer ist die Zusammenlegung mit Eintracht Frankfurt geplant, unter deren Namen das Team dann auch antreten soll. Vertraglich festgehalten ist noch nichts, aber "es gibt positive Bekenntnisse von beiden Vereinen", wie Manager Siegfried Dietrich betonte. Bei der Mitgliederversammlung des FFC im Herbst wird er weiter für die gemeinsame Zukunft werben.

Zuvor gilt es aber, sportlich einen guten Start in die neue Saison hinzulegen. Am ersten Spieltag am 16. August (18.30 Uhr) geht es direkt gegen den alten Rivalen Turbine Potsdam. Selbst die junge Pawollek erinnert sich an die Duelle um die Meisterschaften vor vielen Jahren. "Das Duell hat nicht seinen Reiz verloren, Potsdam war und ist der Erzrivale." Und gegen den sollen möglichst schon die ersten drei Punkte her.