Spielerinnen des FFC Frankfurt machen ein Selfie

Der 1. FFC Frankfurt startet mit einem Frauenfußball-Klassiker in die neue Bundesliga-Saison. Das Duell gegen Erzrivale Potsdam lockt prominente Zuschauer an und könnte gleichzeitig der Anfang vom Ende sein.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Potsdam war und ist der Erzrivale"

FFC Pawollek
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Freitagabend, Flutlicht, Frauenfußball: Alle Frankfurter, die nach mehreren Tagen Bernemer Kerb plus Bahnhofsviertelnacht noch immer nicht genug haben von stimmungserhellenden Veranstaltungen, sollten sich zum Start des Wochenendes auf dem Weg in Richtung Brentanobad machen. Denn der dort ansässige 1. FFC Frankfurt hat gleich mehrere Gründe zum Feiern: 30 Jahre Frauenfußball-Bundesliga, Saisonauftakt und ein Heimspiel-Klassiker gegen Turbine Potsdam. "Das wird ein brisantes Duell. Potsdam ist und war immer unser Erzrivale", warb die neue Spielführerin Tanja Pawollek für einen Besuch des FFC-Stadions.

FFC mit viel Selbstbewusstsein

Der FFC, der als einziges Team Deutschlands von der Gründung bis heute in der Bundesliga aktiv ist, hat sich nach mehreren titellosen Jahren viel vorgenommen. Mit insgesamt fünf Neuzugängen will der Rekordmeister gegen Potsdam den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen. Rang fünf des Vorjahres soll es mindestens sein, gegen etwas mehr hätte aber auch niemand etwas: "Nichts ist unmöglich", schaute Trainer Niko Arnautis voraus. "Vielleicht gelingt es uns ja, den VfL Wolfsburg oder Bayern München zu ärgern."

Bevor sich die Hessinnen die beiden Spitzenteams der vergangenen Jahre vornehmen, muss jedoch erst einmal der langjährige Dauer-Konkurrent um den Meistertitel geschlagen werden. "Wir haben die Chance auf drei Punkte", ist sich Pawollek sicher.

Laufkundschaft ist Potsdam, im vergangenen Jahr immerhin Dritter und damit zwei Plätze besser als der FFC, zwar definitiv nicht. Zumindest an der Motivation sollte es aber nicht scheitern: "Nach sechs intensiven Wochen freuen wir uns, dass es mit diesem Highlight wieder losgeht", so Coach Arnautis. Endlich wieder ein Pflichtspiel, endlich wieder Bundesliga.

Letztes Jahr FFC?

Zusätzlich zum möglichen Frauenfußball-Feuerwerk auf dem Rasen soll es auch im Rahmenprogramm einiges zu sehen geben. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sein Kommen angekündigt, einige frühere Nationalspielerinnen wollen sich blicken lassen, und eine seit Wochen einstudierte und streng geheim gehaltene Opening-Zeremonie soll es auch geben. "Wir sind heiß und wollen die Fans begeistern", versprach FFC-Manager Siegfried Dietrich, der im Hintergrund weiter an der Verschmelzung mit Eintracht Frankfurt arbeitet.

Schon in der kommenden Spielzeit, so denn alles nach Plan läuft, könnte der FFC offiziell Geschichte und das Heimspiel am Freitag das letzte Duell FFC-Turbine sein. Ein weiterer Grund für einen Ausflug in den Nordwesten der Stadt.