FFC-Frankfurt-Manager Siegfried Dietrich

Siegfried Dietrich, Manager des 1. FFC Frankfurt, verspricht weitere Transfers und will Frankfurt zu einem "besonderen Hotspot" in Sachen Frauenfußball machen. Zunächst steht jedoch der Re-Start der aktuellen Saison im Fokus.

Videobeitrag

Video

zum Video Wie geht es in der Frauenfußball-Bundesliga weiter?

Wann startet der Frauenfußball
Ende des Videobeitrags

Siegfried Dietrich, Manager des Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Frankfurt, hat nach der Verpflichtung von Nationaltorhüterin Merle Frohms weitere Transfers für die neue Saison angekündigt. "Wir sind mit verschiedenen Spielerinnen, die unseren Kader punktuell verstärken sollen, in erfolgversprechenden Gesprächen", sagte er in einem Kicker-Interview. Frohms wechselt vom SC Freiburg zum 1. FFC, der ab Sommer als Eintracht Frankfurt an den Start geht.

Warten auf die Weiterführung der Saison

Auf die Frage, ob es ihn schmerze, dass im Falle einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs das "Projekt FFC" mit einem Heimspiel im leeren Stadion und ohne die geplante Feier ende, antwortete Dietrich: "Alles andere als ein Abbruch wäre für mich ein Erfolg, und deshalb habe ich aktuell nur das große Ganze im Blick. Ich wäre außerordentlich glücklich und dankbar, wenn wir durch das grüne Licht der Politik die Chance bekommen, die Saison weiterzuführen und im FFC-Trikot den Staffelstab für eine neue Ära des erfolgreichen Frankfurter Frauenfußballs zunächst symbolisch und später auch sicherlich noch feierlich an Eintracht Frankfurt übergeben zu dürfen."

Mit dann vier Frauen- und vier Mädchenteams solle Frankfurt "ein besonderer Hotspot für den weiblichen Leistungsfußball in Deutschland und Europa" werden, kündigte Dietrich für die Zeit nach der geplanten Fusion am 1. Juli an.

Kein Erstligist existenzbedroht

In der Existenz sieht Dietrich, zugleich Vorsitzender des DFB-Ausschusses für die Frauen-Bundesligen, durch die Corona-Pandemie keinen der zwölf Erstligisten bedroht. Durch den Solidarfonds der Deutschen Fußball Liga sei "sichergestellt", dass die sechs Nicht-Lizenzvereine der Frauen-Bundesliga "die Corona-Mehrkosten und die fehlenden Zuschauereinnahmen sowie mögliche Sponsorenausfälle kompensieren können. Ein Verein, der auf der Kippe stand, ist mir aber auch nicht bekannt".

Auch für die Lizenzclubs wie Wolfsburg, Hoffenheim oder den FC Bayern rechnet Dietrich nicht mit finanziellen Kürzungen. "Ich gehe davon aus, dass der Frauenfußball weiterhin ein wichtiges Thema für diese Vereine bleibt und die Frauen mit Blick auf Wachstumspotenzial und gesellschaftliche Bedeutung keine Kürzungen zu erwarten haben."

Am 29. Mai soll es weitergehen

Die DFL unterstützt die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga mit einer Zahlung von 7,5 Millionen Euro. Die Bundesliga der Frauen soll ab dem 29. Mai fortgesetzt werden - mit Geisterspielen ohne Zuschauer und unter Einhaltung des Hygienekonzeptes der DFL.