FFC-Manager Siegfried Dietrich, Präsident Peter Fischer und Sportvorstand Fredi Bobic haben den neuen Vertrag unterschrieben.

Die deutschen Fußball-Rekordmeisterinnen des 1. FFC Frankfurt begeben sich ab 1. Juli unter das Dach von Eintracht Frankfurt. Die lange geplante Fusion beider Vereine wurde am Dienstag mit der Vertragsunterschrift vollzogen.

Der 1. FFC Frankfurt wird in der kommenden Saison 2020/21 als Eintracht Frankfurt antreten und plant den Angriff auf die nationale Spitze. "Der 1. FFC hat die Geschichte des deutschen Frauenfußballs in den vergangenen 20 Jahren geprägt wie kein anderer Klub und Frankfurt zu einem herausragenden Standort für den nationalen und internationalen Frauenfußball werden lassen", sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann.

Für Dietrich geht ein "Traum in Erfüllung"

"Dies in einem veränderten Wettbewerbsumfeld zu erhalten, sehen wir für Frankfurt und Hessen, aber auch für den deutschen Spitzenfußball der Frauen als wichtige Aufgabe an", so Hellmann weiter.

Für den langjährigen FFC-Manager Siegfried Dietrich war diese Fusion ein emotionaler Moment: "Damit geht für uns ein Traum in Erfüllung, nach mehr als zwei Jahrzehnten FFC-Erfolgsgeschichte genau zum richtigen Zeitpunkt unser Know-how, aber auch die Mitarbeiter, Mitglieder und unsere Fans in das Fahrwasser der großen Eintracht-Familie und damit in ein starkes, neues Zuhause mitnehmen zu dürfen."

"Historische und richtungsweisende" Hochzeit

Dietrich nannte die Hochzeit der beiden Klubs "historisch und richtungweisend". Der 1. FFC Frankfurt ging 1998 aus der SG Praunheim hervor, die in den Jahren zuvor jeweils Liga-Zweiter geworden war.

In den Nullerjahren dominierte der FFC die Bundesliga und den europäischen Fußball, ab 2012 aber zogen Bayern München und der VfL Wolfsburg dank der Finanzkraft der Männer-Mannschaften vorbei. 

So läuft die Fusion des 1. FFC und der Eintracht

Sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft des siebenmaligen Meisters und viermaligen Champions-League-Gewinners werden in die Fußball AG der Eintracht integriert. Geplant ist weiterhin, die Spielberechtigungen der drei weiteren Mannschaften des FFC und der Eintracht zu übernehmen und somit bis zu fünf Frauenteams in den fünf höchsten Ligen für die Saison 2020/21 zu melden.