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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Neustart im Frauenfußball

Dietrich und Arnautis klatschen sich ab.

Für den 1. FFC Frankfurt, den erfolgreichsten deutschen Frauenfußballverein, steht die Fusion mit Eintracht Frankfurt kurz bevor. Die unmittelbare Gegenwart zum Restrundenauftakt am Sonntag aber heißt: FF USV Jena.

"Nach der fünfwöchigen Vorbereitung sind wir froh, dass die Restsaison am Sonntag in Jena startet", sagt FFC-Trainer Niko Arnautis. Volle Konzentration und Spielfreude müssen auch gegen den Tabellenletzten (14 Uhr) vorhanden sein, um "am Ende mit drei Punkten im Gepäck nach Frankfurt zurückzureisen".

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In der Rückrunde gibt es von allen Spielen des 1.FFC Frankfurt nach Spielende kurze Video-Zusammenfassungen auf hessenschau.de.

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Es sind die letzten Bundesligapartien für den 1. FFC, der nach wie vor der erfolgreichste Frauenfußballverein in Deutschland ist. Nun steht die Fusion mit Eintracht Frankfurt kurz bevor.

Win-Win-Situation

Eine Fusion, die den FFC sportlich wieder voranbringen und den Erfolg zurück nach Hessen bringen soll: raus aus dem Mittelmaß der Liga und zurück an die Spitze. Es ist aber auch die letzte Chance für den 1. FFC, um wieder vorne anzugreifen.

Für Manager Siegfried Dietrich ist es eine Win-Win-Situation: "Die Eintracht ist ein hochmodern geführter Verein mit hervorragenden Voraussetzungen, was die Strukturen betrifft, um erfolgreich Fußball spielen zu können." Aber: Der FFC kommt nicht mit leeren Händen.

Gremien haben der Fusion zugestimmt

Dietrich und Co. haben die Erfolge der Vergangenheit, die gute Jugendarbeit, langjährige Sponsoren und ein großes Knowhow im Frauenfußball im Gepäck. Ein zukünftiges Erfolgsmodell für den Manager,  "weil alle diese Mehrwerte letztendlich zusammenkommen, um dann in der Zukunft durchaus erfolgreichen Frauenfußball präsentieren zu können, die Familie der Eintracht dadurch weiblicher wird und das große Ganze zum Thema Fußball unter einem Dach bietet".

Die Gremien beider Vereine haben der Fusion zugestimmt, jetzt müssen nur noch letzte Details geklärt werden. Die Lizenz muss im März beantragt werden.

Deutscher Frauenfußball feiert Jubiläum

Eintracht Frankfurt wäre dann der achte Lizenzverein mit einer Mannschaft in der Frauenbundesliga – einer Liga, die sich momentan neu aufstellt. Dietrich ist Vorsitzender des beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) neu gegründeten Ausschusses Frauen-Bundesligen, er betont stets die Vorreiterrolle des DFB, "der jetzt aber in der Lage sein möchte, wieder zu alter Stärke zurückzukommen. Diese gegenseitige Motivation wird uns alle voran bringen".

Eine Motivation, die auch seinen Club – den 1. FFC Frankfurt – wieder voran bringen soll. Und das im Jubiläumsjahr des deutschen Frauenfußballs. Im Oktober 1970 hatte der DFB den Fußball für Frauen zugelassen. Kaum mehr vorstellbar, dass der Sport bis dahin verboten war. Die Erfolge stellten sich schnell ein: Die Nationalmannschaft wurde bis heute acht Mal Europameister und zwei Mal Weltmeister.

Internationale Konkurrenz ist vorbeigezogen

Die deutschen Vereine sind immer noch die erfolgreichsten im Europapokal. Erfolge allerdings, die länger zurückliegen. England, die Niederlande und Frankreich haben aufgeholt, sind am DFB vorbeigezogen. Die öffentliche Anerkennung ist zurückgegangen, die Frauenbundesliga tritt auf der Stelle. Der 1. FFC Frankfurt jedoch will spätestens im Sommer als Eintracht Frankfurt wieder angreifen.