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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Das Länderspieldebüt von FFC-Spielerin Sophia Kleinherne

Sophia Kleinherne

Sophia Kleinherne vom 1. FFC Frankfurt hat jüngst ihr erstes Länderspiel bestritten – vor fast 78.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion. Die 19-Jährige erhielt nach dem Sieg eine besondere Auszeichnung. Jetzt wartet der DFB-Pokal.

Die Überraschung war groß, als Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf Sophia Kleinherne vom 1. FFC Frankfurt zukam und sie fürs Spiel gegen England für die Startelf nominierte. "Man freut sich über Dinge noch mehr, wenn man nicht damit rechnet. Die Vorfreude war riesig und ich habe es dann einfach nur genossen, auf dem Platz zu stehen", erzählt das 19 Jahre alte Abwehrtalent auch Tage nach diesem tollen Erlebnis mit einem Strahlen im Gesicht.

Beim WM-Vierten England gelang der DFB-Auswahl ein 2:1. Kleinherne wurde nach der Partie von den Mitgliedern des Fanclubs Nationalmannschaft zur "Spielerin des Spiels" gewählt. Sie erhielt mit 30 Prozent der Stimmen fast doppelt so viele wie Starspielerin Dzsenifer Marozsan.

"Jetzt gehöre ich zu den Jüngeren"

Nach 49 Einsätzen für die Nachwuchsteams des DFB war das Spiel gegen England bereits ihr 50. Länderspiel, aber eben das erste für das A-Team. In allen Nachwuchsteams des DFB war Kleinherne dabei, bei der U-19-Europameisterschaft im Sommer in Schottland hat sie die DFB-Auswahl als Kapitänin aufs Feld geführt.

"In den U-Mannschaften hatte ich eine andere Rolle", sagt sie. "Ich war eine der Erfahrensten, und jetzt in der A-Nationalmannschaft gehöre ich zu den Jüngeren. Die internationale Erfahrung ist der größte Unterschied." Gemerkt hat davon in 90 spannenden und guten Fußballminuten in Wembley niemand etwas. Die Defensivspielerin wagte sich sogar nach vorne, zwei Torschüsse inklusive.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kleinherne über das FFC-Pokalspiel gegen Leverkusen

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Seit Montag ist aber schon wieder Alltag. An der Carl-von-Weinbergschule in Frankfurt, einer Eliteschule des Sports und Partnerschule des 1. FFC Frankfurt, will sie im kommenden Jahr ihr Abitur machen. Und mit dem FFC bereitet sie sich auf die nächsten Aufgaben vor – mit dem kleinen Unterschied, dass der Verein jetzt wieder eine A-Nationalspielerin hat.

Birgit Prinz, Nia Künzer oder Saskia Bartusiak waren in der Vergangenheit die großen Namen, jetzt gehört auch Sophia Kleinherne dazu. "Bei ihr passt einfach das Gesamtpaket: die Qualität, der Ehrgeiz und auch diese Demut", sagt FFC-Trainer Niko Arnautis und erklärt: "Das ist einfach herausragend und dementsprechend hat sie sich dieses Spiel auch verdient."

Über Leverkusen nach Köln – und wieder nach London?

Die nächste Partie, die am Samstag (13 Uhr) ansteht, ist das DFB-Pokal-Duell mit Bayer Leverkusen. "Leverkusen kann ein unangenehmer Gegner sein", sagt Kleinherne vor dem Achtelfinale, "das dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Unser Ziel ist ganz klar zu gewinnen und vielleicht auch in Köln zu landen."

Dort steigt am 30. Mai 2020 das Pokalfinale. Für das Jahr 2021 hat Sophia Kleinherne eine Rückkehr ins Londoner Wembley-Stadion eingeplant. Dem Finalort der nächsten Frauenfußball-EM.

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Die Höhepunkte der FFC-Pokal-Partie gegen Leverkusen sehen Sie in heimspiel! am Samstag ab 17.15 Uhr.

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