Das Baunataler Parkstadion
Das Baunataler Parkstadion verwandelt sich in diesen Tagen von einem Hessenliga- in ein Pokalstadion. Bild © Imago Images

Der KSV Baunatal fiebert seinem ersten Spiel im DFB-Pokal seit rund 30 Jahren entgegen. Vor der Partie gegen den VfL Bochum stehen die Sicherheit und andere – durchaus kuriose – Auflagen im Vordergrund.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found KSV-Abteilungsleiter Bilsing über die Auflagen für das DFB-Pokal-Spiel

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Beim KSV Baunatal ist man mächtig stolz. Auf den Einzug ins Hessenpokalfinale der vergangenen Saison, klar, und auf die damit verbundene Qualifikation für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals sowieso. In diesen Tagen aber nimmt der Stolz der Nordhessen noch einmal ganz andere Ausmaße an.

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"Ein Heimspiel im eigenen Stadion ist immer schöner", sagt Bernd Bilsing im Gespräch mit dem hr-sport. Der Leiter der Fußball-Abteilung des KSV hat momentan alle Hände voll zu tun. "Wenn wir eines der ganz großen Lose aus der ersten Liga bekommen hätten, hätten wir eventuell ins Nachbarstadion von Hessen Kassel ausweichen müssen."

Vorfreude auf Bochum

Aber auch Zweitligist VfL Bochum – immerhin ein Traditionsverein mit großer Erstligavergangenheit – sorgt in Baunatal seit der Auslosung der ersten Pokalrunde Mitte Juni für jede Menge Vorfreude. Und möglicherweise für ein volles Parkstadion: Der Verein rechnet am Samstagabend (18.30 Uhr) mit bis zu 6.000 Zuschauern. Die relativ kurze Anreise für VfL-Fans von nicht einmal 200 Kilometern sowie die gute Wettervorhersage könnten eine entscheidende Rolle spielen.

So oder so wartet auf den Hessenligisten ein sportliches und organisatorisches Abenteuer. Das erste DFB-Pokal-Match seit rund 30 Jahren, 1988 hieß der Erstrundengegner noch SSV Ulm, stellt den KSV vor einen großen logistischen Aufwand. "Der gesamte Verein arbeitet Hand in Hand", sagt Bilsing. "Alle sind komplett ehrenamtlich tätig. Wir sind mit sehr viel Freude dabei."

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Fans des KSV Baunatal

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schreibt der KSV Baunatal Vereins- und Pokalgeschichte?

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Um einen reibungslosen Ablauf des Duells mit den Bochumern garantieren zu können, haben die Baunataler bereits vor knapp zwei Monaten eine Taskforce gebildet. Ihre Hauptaufgabe: die Anpassung des Parkstadions von einer Fünftliga- in eine Pokal-Bühne. Catering, Stadionsicherheit und insbesondere die Sicherheitsvorgaben für den Gästebereich sind nur drei der vielen Themen, mit denen sich Bilsing und Co. auseinandersetzen mussten.

Kurios: Gegen den VfL sollte Baunatal mit einem kleineren Sponsorenlogo auf dem Trikot auflaufen als normalerweise. "Das Logo war einen halben Zentimeter zu groß, weil es nicht die Vorgabe des DFB erfüllt hat", erläutert der Abteilungsleiter. Der Deutsche Fußball-Bund zeigte sich letztlich aber doch kulant: Die Baunataler dürfen im altbekannten Trikot auflaufen.

KSV hofft auf "Sensationssieg"

Das Drumherum haben die Nordhessen also bestens im Griff. Und das Sportliche? Auch wenn der Club aus dem Ruhrgebiet mit nur einem Punkt aus zwei Spielen eher mäßig in die Zweitliga-Saison gestartet ist: Für Bilsing wird die Partie ein klassisches Aufeinandertreffen zwischen David und Goliath.

"Wenn klein gegen groß spielt, müssen die Kleinen einen großen Tag haben", sagt er. "Es ist aber nicht so, dass wir keine Chance haben. Je länger wir das 0:0 halten, desto mehr Druck kommt auf Bochum. Perfekt wäre es, wenn wir einen Sensationssieg landen und in die zweite Runde kommen." Der Begriff Stolz bräuchte dann wohl dringend eine Steigerung.