Ein Schiedsrichter zeigt die rote Karte.

Nach einem Freundschaftsspiel verfolgen Spieler des TSV Neustadt ihre Gegner bis nach Bayern und prügeln zwei Kicker krankenhausreif. Der Verein selbst ist entsetzt und kündigt Konsequenzen an. Auch der Hessische Fußball-Verband prüft die Geschehnisse.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Tätlicher Angriff nach Freundschaftsspiel

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Nicht jedes Fußballspiel endet mit Shakehands. Klar. Dieses Ende einer Partie im Odenwaldkreis ist dann doch an Unsportlichkeit kaum zu überbieten. Nach einem Freundschaftsspiel haben hessische Spieler ihre bayerischen Gegner am Sonntag bis nach Hause verfolgt und verprügelt - wegen einer Roten Karte. Vom Austragungsort in Breuberg im Odenwaldkreis folgten drei der hessischen Spieler zwei Bayern über die Landesgrenze hinweg in deren etwa vier Kilometer entfernte Heimat in Mömlingen in Unterfranken, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Mit Kopfstößen und Faustschlägen griffen die Spieler des TSV Neustadt die beiden Kicker des FC Victoria Mömlingen an. Die zwei Bayern erlitten Nasenbeinbrüche sowie Blutungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Auf hr-Anfrage bestätigte ein Polizeisprecher zudem, dass der Streit schon vor der Umkleidekabine entbrannte und die bayerischen Fußballer zügig das Gelände verließen, damit die Situation nicht schon vor Ort eskalierte. Die drei Täter, von denen einer noch nicht ermittelt ist, nahmen die Verfolgung auf und stellten die zwei Opfer kurz darauf.

TSV Neustadt kündigt Konsequenzen an

Der hessische Verein hat bereits jetzt angekündigt, Konsequenzen ziehen zu wollen. In einem Statement auf der Facebook-Seite des TSV Neustadt schreibt der erste Vorsitzende Boris Pilger: "Die Vereinsverantwortlichen werden sich heute und morgen Abend zusammensetzen, um die Konsequenzen zu besprechen, festzulegen und zu veröffentlichen. Den Verletzten wünsche ich rasche Genesung und versichere, dass wir entschieden handeln werden." Das Vorgefalle sei "nicht zu entschuldigen". Auch der Hessische Fußball-Verband prüft die Geschehnisse vom Wochenende genau, wie ein Verbandssprecher dem hr-sport bestätigte.