Eintracht-Fans zündeln gegen Lazio Rom
Fans von Eintracht Frankfurt zünden ein Feuerwerk. Bild © Imago

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in Fußball-Stadien soll in Zukunft deutlich härter bestraft werden. Ob die von Peter Beuth geforderte Gefängnisstrafe durchgesetzt wird, ist offen. Aber möglich.

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Die Innenminister der Länder haben am Freitag beschlossen, dass das verbotene Abbrennen von Pyrotechnik in Menschenmengen zukünftig deutlich härter bestraft werden soll. Laut einer Mitteilung des Hessischen Innenministeriums folgten sie damit einer Initiative des hessischen Innenministers Peter Beuth (CDU), der vor rund drei Wochen Gefängnisstrafen als Zeichen gegen Bengalos gefordert hatte. "Wer im Stadion zündelt, geht in den Knast."

Beuth fordert klare Kante

Dieser Vorstoß soll nun in die Tat umgesetzt und dafür das Sprengstoffgesetz geändert werden. Bisher galt das Abbrennen von Feuerwerk als Ordnungswidrigkeit und wurde mit einem Bußgeld belegt. Wie hoch das Strafmaß in Zukunft ausfällt, soll nun in einer Arbeitsgruppe geprüft werden. "Wir haben uns darauf verständigt, sowohl im Strafbarkeitsrecht als auch im Ordnungswidrigkeitenrecht eine Vorlage zu erarbeiten", teilte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) mit.

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Kommentar: Verbale Nebelkerzen

Einen Kommentar unseres Redakteurs Dieter Sdun zum Thema finden Sie hier.

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"Es geht darum, rücksichtslose Chaoten eine klare Grenze aufzuzeigen", begrüßte Beuth die Entscheidung. Der Einsatz explosionsgefährlicher Stoffe solle mit "mindestens einem Jahr" Haft sanktioniert werden. "Eine Gefängnisstrafe spricht eine eindeutige Sprache und sollte ein weiteres Instrument sein, um für Sicherheit und Ordnung im Stadion zu sorgen", so Beuth.

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Vereine in der Pflicht

Zusätzlich nahm er auch die Vereine noch einmal in die Pflicht. Krawallmacher sollten "lebenslang aus den Arenen verbannt" werden, unterstrich er. Clubs wie Eintracht Frankfurt forderte Beuth auf, "sich klar, deutlich und dauerhaft" von zündelnden Fans zu distanzieren. "Damit setzen wir ein wichtiges Zeichen." Eine Stellungnahme von Fanverbänden oder der Liga gibt es bislang nicht.