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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Trainer Damm über den Höhenflug des KSV Hessen Kassel

Tobias Damm, Trainer KSV Hessen Kassel

Beim KSV Hessen Kassel läuft es. Die Saison schien schon abgehakt, doch unter dem neuen Trainer Tobias Damm eilen die Nordhessen von Sieg zu Sieg. Das liegt ein klein wenig auch am Kuchenverbot.

Seit Tobias Damm Trainer in Kassel ist, hat sich viel getan. Als Damm Anfang Oktober den Trainerjob von Vorgänger Dietmar Hirsch übernahm, dümpelten die Nordhessen noch im Tabellenmittelfeld der Hessenliga herum, das Saisonziel "Aufstieg" war in weite Ferne gerückt. Gut fünf Wochen später sieht die KSV-Welt schon ganz anders aus. Der frühere Torjäger Damm holte als Trainer aus seinen sechs Liga-Spielen fast die perfekte Ausbeute: fünf Siege und ein Unentschieden.

Mit den Worten kamen die Tore

Damm merkte bei seinem Dienstantritt schnell, dass die Stimmung im Team im Keller ist. "Ich musste erst einmal die Kommunikation wiederherstellen", sagt Damm im Gespräch mit dem hr-sport. "Die Kommunikation zwischen Trainer-Team und Mannschaft und zwischen den Spielern untereinander stimmte nicht." Über die Gespräche kam der Erfolg zurück.

Als Tabellendritter kann der KSV jetzt wieder vom Aufstieg träumen. Das Team liegt sieben Punkte hinter dem direkten Aufstiegsplatz, auf dem der FC Eddersheim steht, und vier Zähler hinter Eintracht Stadtallendorf. Die belegt Rang zwei, der am Ende der Saison zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt.

Die Torfabrik der Liga

Die Euphorie bei Hessen Kassel ist spürbar, der Fußball äußerst attraktiv. Mit bislang 44 Saisontoren hat der KSV die meisten Treffer aller Hessenligisten erzielt. Auch das ist kein Zufall. Die Nordhessen haben oft 80 Prozent Ballbesitz, mit mehr Effizienz kam nun der Erfolg.

"Das hat mit dem Training, aber auch mit dem Kopf zu tun", sagt Damm und fügt hinzu: "Du musst klar in der Birne sein." Damm lässt seine Spieler Laufwege und Pässe in die Tiefe immer und immer wieder trainieren. Die Folge: mehr Torchancen und letztlich auch mehr Tore. "Die Mannschaft macht das super", lobt Damm.

Ohne Süßgebäck Richtung Aufstiegsplätze

Doch nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kabine hat sich seit dem Trainwechsel im Oktober etwas Grundlegendes getan. Beim KSV war es gängige Praxis, dass die Betreuer vor den Begegnungen selbstgebackenen Kuchen mitbrachten – und die Spieler griffen natürlich zu. "Den haben wir gestrichen", sagt Damm. "Wir geben unseren Spielern jetzt bessere Snacks mit mehr Energie."

Obwohl der Kuchen jetzt vom Tisch und der Erfolg da ist, hat der KSV-Trainer das Wort "Aufstieg" bislang verbal erfolgreich umdribbelt. Das könnte sich bald ändern. "In der Winterpause werde ich mich das erste Mal zu Saisonzielen äußern." Wenn es weiterhin so gut läuft, dann könne der Aufstieg natürlich eines dieser Ziele für die Rückrunde sein. "Aber dazu muss man weiter stabil bleiben", sagt Damm vor dem nächsten Liga-Spiel am Samstag (14.30 Uhr) bei Türk Gücü Friedberg. Ein Aufstiegs-Kuchen wäre vermutlich der leckerste der gesamten Saison.

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Die Höhepunkte der Hessenliga-Partie des KSV Hessen Kassel bei Türk Gücü Friedberg sehen Sie in heimspiel! am Samstag ab 17.15 Uhr.

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