Die Sportplätze sind ab dem 9. Mai wieder geöffnet.

Hessens Amateurfußballer können wieder mit dem Training beginnen. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, hat der Hessische Fußball-Verband Regeln und Praxistipps erstellt, an die sich Clubs, Spieler und Trainer im Trainingsbetrieb halten sollen.

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Die Profis machen es vor, die Amateure können nun nachziehen: "Wir haben vor, dass wir zum Wochenende wieder den Breiten- und Freizeitsport ermöglichen", sagte Innenminister Peter Beuth am Donnerstag. Ein Wettkampfbetrieb werde zwar noch nicht möglich sein, wohl aber, "dass man wieder Sport treibt in seiner Sportart", so Beuth.

In der Praxis bedeutet das für die hessischen Vereine einen Spagat zwischen Trainingsbetrieb und Corona-Sicherheitsmaßnahmen. Weswegen der Hessische Fußball-Verband (HFV), basierend auf den Beschlüssen der Sportministerkonferenz, nun Umsetzungsregeln erstellt, um die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus möglichst gering zu halten.

Bei der Sportministerkonferenz wurden Regeln für einen ersten Schritt zurück in den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport beschlossen, etwa der einzuhaltende Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter, Kontaktfreiheit in den Trainingsformen, Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen sowie geschlossene Kabinen, Duschen und Gastronomiebereiche.

Kleine Trainingsgruppen, Handdesinfektion

Die Umsetzungsregeln des HFV beinhalten nun konkrete Praxistipps, an denen sich die hessischen Fußballer orientieren können. So sollen Spieler mit den typischen Symptomen aus dem Trainingsbetrieb genommen und nach positivem Test 14 Tage nicht daran teilnehmen. Auch sollen die Spieler einzeln in Sportkleidung zum Training kommen und sich nach dem Sport im Auto umziehen. Ebenfalls ist sich vor der Nutzung von Bus und Bahn umzuziehen.

Zur besseren Einhaltung der Vorgaben empfiehlt der HFV kleine, übersichtliche Trainingsgruppen, maximal 20 Spieler sollen auf einem Sportplatz trainieren. Am Trainingsgelände muss außerdem die Möglichkeit zur Handdesinfektion gegeben sein, alle Beteiligten auf Handschlag verzichten und sich gründlich die Hände waschen. Das Trainingsmaterial solle sich auf das Nötigste beschränken und vor Benutzung desinfiziert werden, ebenso wie die Toiletten.

Symptom-Checkliste, Übungen ohne Gegenspieler

Weitereichende Änderungen gibt es auch in organisatorischer und inhaltlicher Hinsicht. So sollen die Trainer bzw. Vereine Anwesenheitslisten führen, um etwaige Infektionsketten besser nachverfolgen zu können, außerdem sollen Symptome der Anwesenden in Checklisten abgefragt werden.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Beuth: "Noch kein Wettkampfbetrieb"

Peter Beuth (CDU)
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Auf dem Platz sollen Übungsformen ohne Gegenspieler und unter Einhaltung des Mindestabstandes zunächst die Trainingsform der Wahl sein. Neben den komplexeren Übungsformen mit Ball und ohne Gegenspieler sollen Athletiktraining, Individualtraining sowie Koordinationstraining und Technikwettkämpfe Gegenstand des Trainings sein. Außerdem sollen die Spieler die Bälle ausschließlich mit dem Fuß bewegen und keine Kopfbälle und Ein- oder Zuwürfe machen. Wartende Spieler sollen unbedingt die Abstandsregel einhalten.

Zunächst nur Training ab U12

Zunächst werde das Training für die Mannschaften U12 und älter wieder aufgenommen, die Empfehlung des HFV ist es, das Training für U11-Mannschaften und jünger erst wieder aufzunehmen, wenn die Kinder Erfahrungen im Umgang mit den Hygiene- und Abstandsregeln in der Schule oder der Kita gemacht haben.

Die gesamte Liste der Umsetzungsregeln und Praxistipps findet sich auf der Homepage des HFV.