Heribert Bruchhagen
Heribert Bruchhagen Bild © Imago

Zweifelhafter Online-Journalismus, Pyrotechnik, die Arbeitsmoral von Filip Kostic: Bei seinem Besuch im hr-heimspiel! macht Heribert Bruchhagen einmal mehr deutlich, warum der Ex-Vorstandsboss von Eintracht Frankfurt als Freund klarer Worte bekannt ist.

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Zwischen 2003 und 2016 hat Heribert Bruchhagen als Vorstandsvorsitzender die Geschicke der Frankfurter Eintracht gelenkt. Fans und Experten schätzen den heute 70-Jährigen für seine Art, nie ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Während seines Besuchs in der heimspiel!-Sendung des hr-fernsehens am Montagabend machte Bruchhagen keine Ausnahme. Das Protokoll eines kurzweiligen Auftritts.

Das sagte Bruchhagen über ...

… den sportlichen Höhenflug der Eintracht: "Ich habe unsere Rolle damals immer im Mittelfeld gesehen. Ich hätte es der Eintracht nicht zugetraut, in die Phalanx von Bayern München, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Bayer Leverkusen und Hoffenheim einzubrechen. Umso großartiger finde ich es, was die handelnden Personen im sportlichen Bereich geleistet haben, um diesen Sprung zu schaffen. Da kann man nur stolz sein."

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… das Erfolgsrezept der Frankfurter: "Ein wesentlicher Bestandteil ist die Kontinuität. Die Eintracht hat wunderbar Kontinuität gelernt. Peter Fischer als Präsident – Kontinuität. Becker, Bender, Steubing im Aufsichtsrat – Kontinuität. Bruno Hübner als Manager – Kontinuität. Das zahlt sich aus. Allerdings: Es kommen auch wieder Zeiten, in den Eintracht Elfter, Zwölfter, Dreizehnter ist. Aber auf der Basis der jetzt praktizierten Kontinuität wird dem Ganzen immer wieder mal eine Erfolgsserie folgen können. Der Verein ist so stabil, so stark geworden. Das ganze Gebilde stellt sich im Augenblick so dar, wie ich es niemals hätte erwarten können. Jetzt muss man darum kämpfen, dass man diese Situation so lange wie möglich beibehält."

... Ratschläge, die er seinem früheren Club mit auf den Weg gibt: "Be careful! Ich habe die Eintracht auch in Nürnberg gesehen. Es geht immer um die Art und Weise, wie sie spielt. Kostic – die Pappnase – wie der jetzt nach hinten arbeitet... Ich habe ihn ja beim HSV anderthalb Jahre gehabt. Auf dem linken Flügel hatte er mal gute und mal schlechte Spiele. Aber dass er so intensiv arbeitet, das habe ich von ihm nicht gekannt. Das zeigt, dass in dieser Mannschaft ein sehr guter Geist herrschen muss, um diese Ergebnisse zu erzielen.“

… Dinge, auf die die Eintracht jetzt aufpassen muss: "Sie muss die Erfolge so feiern, wie sie fallen. Aber sie muss auch wissen, dass sie im Ranking der Bundesliga in der Regel einen Platz zwischen acht und zwölf belegen muss – aufgrund ihrer Vereinsstruktur und ihrer Möglichkeiten. Sie darf nicht enttäuscht sein, wenn sich diese Erfolgsstrecke nicht ständig wiederholt. Wenn man in die Champions League kommen sollte, ein bisschen Fantasie muss man ja haben, dann würde man natürlich derartig viel Geld generieren, dass eine neue Periode anbrechen könnte."

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… die Selbstvermarktungs-Pläne der Eintracht: "Wenn man sich seitens der Eintracht in der Lage sieht, es selbst zu machen – und dieser Verein ist heute ja ein anderer Verein als 2003 – dann spricht nichts dagegen und dann halte ich die Entscheidung für verantwortlich. Der Verein ist in Teilbereichen in den letzten zwei Jahren weiter gewachsen."

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... die unter anderem vom Spiegel lancierte Football-Leaks-Berichterstattung: "Ich habe so meine eigenen Erfahrungen mit Online-Diensten gemacht – einschließlich hr-online und so weiter. Dort sitzen doch oftmals Djangos, die mit ganz tollen Meldungen aufwarten und die dann aufblasen. Ich habe überhaupt gar keine Sorge: Der FC Bayern und Borussia Dortmund werden immer fester Bestandteil der Bundesliga sein."

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... die nach wie vor hitzige öffentliche Diskussion über Ultras und Pyrotechnik: "Wenn sie den Fußball so lieben würden, würden sie auf diese scheiß Pyrotechnik verzichten. Ich selbst habe ein bisschen resigniert. Ich weiß, was die Ultra-Bewegung will, was sie bedeutet und welchen hohen Wert sie für viele junge Menschen hat. Aber ich stelle einfach fest, dass sie den Fußball nicht genug lieben. Wer den Fußball liebt, wer selbst Fußball gespielt hat, ist nicht in der Lage, Pyrotechnik zu zünden. Meine Hoffnung ist, dass sich eine neue Ultra-Generation entwickelt, die viel näher am Fußball ist und bereit ist, auf diese Dinge zu verzichten."

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