Das Urteil ist gesprochen nach den Attacken auf einen Schiedsrichter.

Nach dem Angriff auf einen Schiedsrichter hat das Darmstädter Landgericht am Dienstag einen Fußballer wegen Körperverletzung verurteilt. Der Fall hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht.

Videobeitrag

Video

zum hr-fernsehen.de Video Warum? Gewalt gegen Schiedsrichter

Warum? Gewalt gegen Schiedsrichter
Ende des Videobeitrags

Nach dem Angriff auf einen Schiedsrichter hat das Darmstädter Landgericht am Dienstag einen Fußballer wegen Körperverletzung zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 160 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Der 29-Jährige hatte im Herbst 2019 in Münster (Landkreis Darmstadt-Dieburg) sein Opfer bewusstlos geschlagen. Der 23 Jahre alte Schiedsrichter hatte zuvor beim Kreisliga-C-Heimspiel FSV Münster gegen TV Semd den Angeklagten nach erneutem Foulspiel vom Platz gestellt.

Damit hat das Landgericht in zweiter Instanz das Urteil des Amtsgerichts Dieburg reduziert und ist den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gefolgt. Das Amtsgericht hatte den geständigen Spieler im Sommer 2020 in erster Instanz zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die Landgerichtskammer dagegen sah den Faustschlag nur noch als einfache Körperverletzung und berücksichtigte den Täter-Opfer-Ausgleich.

3.500 Euro Schmerzensgeld

Der Geschädigte hatte die Entschuldigung des Angeklagten sowie 3.500 Euro Schmerzensgeld akzeptiert. "Die Verhandlung hat sich eher mit der rechtlichen Bewertung befasst", erklärte die Vorsitzende Richterin Barbara Bunk in der Urteilsbegründung. Das Urteil ist rechtskräftig.