Ein Schiedsrichter zeigt die rote Karte.

Die Präsidenten der Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes haben der Gewalt im Amateurfußball den Kampf angesagt. Und fordern strafrechtliche Konsequenzen für die Übeltäter.

Die Verbandspräsidenten verurteilten besonders die zunehmenden Attacken gegen Schiedsrichter und sprachen sich dafür aus, "dass Straftaten auf Fußballplätzen stets auch zur Anzeige gebracht und von den zuständigen Behörden konsequent strafrechtlich verfolgt" werden. Das teilte der DFB am Donnerstag mit. Ein Wunsch an die Politik sei es zudem, ein bundesweit flächendeckendes Gewaltpräventionsprogramm anzubieten, das von Sportvereinen in Anspruch genommen werden könne. Ziel sei es "Respekt, Fair Play, Gewaltfreiheit und das sportliche Miteinander" zu stärken.

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zum Video Kreis-Schiedsrichter-Obmann Schenk über die Attacke in Münster

Thorsten Schenk
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Erst vor zwei Wochen war ein Spieler des hessischen Amateurvereins FSV Münster nach der gewaltsamen Attacke auf einen Schiedsrichter vom Dieburger Sportgericht zu einer dreijährigen Sperre verurteilt worden. Zudem wurde der FSV Münster für sechs Monate vom Spielbetrieb ausgeschlossen und mit einer Geldstrafe von 500 Euro belegt.

Der Schiedsrichter war im Oktober im Spiel der hessischen Kreisliga C zwischen FSV Münster und TV Semd von einem FSV-Spieler per Faustschlag niedergestreckt und bewusstlos geschlagen worden. Der 22-Jährige musste daraufhin per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.