Gute Nachricht für hessische Teams wie Steinbach Haiger und Co.: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach langem Streit eine neue Aufstiegsregelung für die 3. Liga gefunden. Demnach steigen die Meister der Regionalligen Südwest und West künftig direkt auf.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found DFB-Bundestag beschließt neue Aufstiegsregelung zur 3. Liga

Die DFB-Zentrale in Frankfurt
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Zwei weitere Aufsteiger werden aus den Staffeln Nord, Nordost und Bayern ermittelt. Dabei steigt ein Meister aus diesen drei Staffeln in einem jährlich rotierenden System direkt auf, den vierten Startplatz für die 3. Liga spielen die beiden übrigen Meister in Aufstiegs-Play-offs aus. Aus der 3. Liga müssen somit, wie schon seit der vergangenen Saison, dauerhaft vier Teams absteigen.

"Mit der nun vorliegenden Variante, die von allen getragen wird, haben wir eine, wie ich finde, sehr vernünftige Lösung gefunden", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch zum Beschluss des Bundestages. "Ob wir in drei Jahren eine veränderte Situation haben und sich daraus wieder andere Möglichkeiten oder eine Neubewertung ergeben – das lässt sich heute nicht seriös vorhersagen. Ich bleibe dabei, für heute gilt: Unter allen schlechten Lösungen halte ich diese für die mit Abstand beste."

"Ausschuss 3. Liga" gegründet

Zudem wurde die Gründung eines "Ausschusses 3. Liga" beschlossen. Der Ausschuss soll ein eigenständiges Gremium mit Antragsrecht werden, das die Interessen der 3. Liga im DFB und nach außen vertreten soll. Kernaufgabe ist die "systematische Weiterentwicklung" der Liga.

Im DFB war lange vergeblich um einen Kompromiss in der brisanten Aufstiegsfrage gerungen worden. 2017 hatte der Verband auf dem Außerordentlichen Bundestag eine Ad-hoc-Kommission eingesetzt, die zahlreiche Modelle zur Bildung von vier Regionalligen mit einem direkten Aufstiegsrecht für jeden Meister geprüft hatte. Doch keines dieser Modelle wurde als mehrheitsfähig eingestuft, weil die fünf Regionalligen an ihrem eigenständigen Status festhalten wollten.