Der OFC darf wieder Fans im Stadion begrüßen.

Die Offenbacher Kickers ärgern sich über die Corona-Vorgaben der Stadt für das Testspiel gegen Essen. Geschäftsführer Sobotzik kündigt an, dagegen vorgehen zu wollen.

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Audioseite Die Stadt Offenbach und die Kickers befinden sich im Clinch

Fans von Kickers Offenbach in Homburg
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Nur zwei kleine Bier pro Fan im Business-Bereich, ansonsten Alkoholverbot sowie Mundschutzpflicht auf den Stehplätzen - das sind die Vorgaben, die die Offenbacher Kickers und ihre Anhänger aktuell auf die Palme bringen. Die Rückkehr ins Stadion hatte man sich jedenfalls anders vorgestellt.

"Fußballfans werden als minderbemittelt hingestellt"

6.385 Menschen hatte das Gesundheitsamt der Stadt Offenbach für das Testspiel gegen Rot-Weiss Essen am Donnerstagabend zugelassen. Die Freude darüber war jedoch schnell getrübt, denn der OFC musste seinen Fans diverse Rahmenbedingungen präsentieren. Darunter das Verbot von alkoholischen Getränken und dauerhafte Maskenpflicht auf den Stehplätzen.

Kurz vor dem Spiel wurde die Getränke-Vorgabe präzisiert: Zwei kleine Bier oder Wein pro Besucher im Business-Bereich sind nun immerhin erlaubt. Dem Verein ist das zu wenig. "Aus unserer Sicht wird der Offenbacher Fußballfan ganz klar benachteiligt", schimpfte OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik in einem vom Verein am Donnerstag veröffentlichten Video. "Wir werden hier als Fußballfans als minderbemittelt hingestellt, weil man der Meinung ist, dass sie sich pauschal besaufen und dann an keine Regeln halten. Dem ist nicht so."

OFC will weiter kämpfen

Der Verein habe in den vergangenen Tagen verstärkt Anrufe und Mails mit teils wüsten Beschimpfungen erhalten. "Die Regelung ist nicht auf unserem Mist gewachsen", betonte Sobotzik. Denn der Verein ärgert sich ebenfalls über die Vorgaben der Stadt Offenbach. "Wir haben mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen gekämpft. Wir haben vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt eine einstweilige Verfügung eingereicht, um den Bescheid aufzuheben", so der Geschäftsführer. "Auch nach Einschätzungen unseres Anwalts ist diese behördliche Anordnung willkürlich und nicht verhältnismäßig."

Denn tatsächlich gibt es solche Vorgaben in Sachen Alkohol und Maskenpflicht auf Stehplätzen bei anderen Vereinen nicht. Der OFC will sich nun dafür einsetzen, dass seine Anhänger in der Regionalliga-Saison, die Mitte August starten wird, andere Bedingungen vorfinden können als beim Test gegen Essen. "Wir werden weiterhin für Sie kämpfen und das nicht stillschweigend hinnehmen", so das Versprechen von Sobotzik.