Umkämpfte Spiele zwischen dem FSV Frankfurt und den Offenbacher Kickers gab es in der Vergangenheit viele.

Das Regionalliga-Derby zwischen dem FSV Frankfurt und Kickers Offenbach verspricht nicht nur eine gehörige Portion Rivalität, sondern auch sportliche Brisanz. Die ersten Sticheleien gibt es lange vor dem Anpfiff am Sonntag.

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hesa
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Wenn man sich die Bedeutung des Derbys zwischen dem FSV Frankfurt und Kickers Offenbach (Sonntag, 14 Uhr) bewusst machen will, genügt ein Blick in die Vorab-Meldung des Gastgebers. "Für die FSV-Fans wäre es natürlich eine Genugtuung, sollte es mit dem Aufstieg der Kickers wieder nicht klappen", heißt es darin. "Und umso besser wäre es, wenn der FSV mit einem Sieg am Sonntag seinen Anteil daran haben könnte und den Nachbarn ohne Punkte wieder zurück über den Main schickt."

Dabei handelt es sich wohlgemerkt nicht um das Zitat eines Spielers oder Offiziellen, sondern um eine Formulierung der normalerweise sachlichen Presseabteilung des Vereins. Solche Meldungen lesen sich, so ist es in diesem Fall auch auf der Gegenseite, eigentlich deutlich unspektakulärer.

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Die Höhepunkte des Regionalliga-Derbys zwischen FSV und OFC sehen Sie am Sonntag ab 22.05 Uhr in heimspiel! Bundesliga.

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Die Trainer gießen allerdings kein weiteres Öl ins Feuer, sondern vertrauen auf die natürliche Wirkung eines Nachbarschaftsduells. "Durch die Motivation der Mannschaft vor dem Derby ist das für mich als Trainer eines der einfacheren Spiele", sagt OFC-Coach Steven Kessler. Sein Gegenüber Thomas Brendel schlägt in eine ähnliche Kerbe: "Die Mannschaft wird mit der richtigen Mentalität in dieses Spiel gehen und auf dem Platz alles geben, um am Ende die drei Punkte in Bornheim zu behalten."

Zur nachbarschaftlichen Rivalität kommt, wie in der FSV-Meldung bereits anklingt, die sportliche Situation der Vereine. Beide gehen mit Rückenwind, aber dennoch nicht ohne Sorgen ins Derby.

Kessler darf bleiben - vorerst

Der FSV hat sich zuletzt mit einem 2:0 in Bahlingen freigeschwommen – die drei Punkte waren nach drei Niederlagen in Folge mit 0:10 Toren bitter nötig. Mit zwölf Punkten aus zehn Spielen stehen die Bornheimer aktuell nur knapp vor den potenziellen Abstiegsplätzen.

Der OFC hat mit Interimstrainer Steven Kessler einen 4:0-Sieg gegen Rot-Weiß Koblenz geholt. Inzwischen hat der Verein verkündet, mit Kessler bis zur Winterpause weitermachen zu wollen. Mit 17 Punkten ist das Team allerdings schon deutlich hinter der Tabellenspitze zurück.

Fanmarsch der OFC-Anhänger

Stimmungsvoll wird es am Bornheimer Hang aber allemal: Es werden mehrere tausend Zuschauer erwartet, viele davon aus Offenbach. Dabei ist es schon Tradition, dass die Kickers-Anhänger in einem Fanmarsch nach Bornheim ziehen werden. Hinzu kommt am Sonntag ein eigens für die Partie entworfener Mottoschal.

In der vergangenen Saison wurde übrigens jeweils der Gastverein geschlagen nach Hause geschickt – das Spiel am Bieberer Berg endete 7:0 für die Kickers, der FSV revanchierte sich in der Rückrunde mit einem 2:0-Sieg. Für die Bornheimer wäre eine Wiederholung dieses Derbysieges im März mit Sicherheit auch eine Genugtuung.