In der Regionalliga Südwest geht es am Wochenende weiter.

Grünes Licht für die Regionalliga Südwest: Schon am Freitag rollt der Spielbetrieb wieder an. Sechs Vereine hatten gegen die geplante Fortsetzung geklagt.

Die Regionalliga Südwest kann wie geplant am kommenden Freitag ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen. Das Landgericht Mannheim hat den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung durch sechs Vereine abgelehnt. Demnach ist die Entscheidung zur Saisonfortsetzung rechtens.

Geklagt hatten mit dem TSV Steinbach Haiger, dem FC Gießen und Eintracht Stadtallendorf auch drei hessische Vereine. Gemeinsam mit dem TSV Mainz, Astoria Walldorf und dem Bahlinger SC wollten die Vereine den Re-Start juristisch prüfen lassen - und verloren.

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Regionalliga Südwest im hr-fernsehen

Zwei Spiele der Regionalliga Südwest zeigen wir in unserer Hessenkonferenz im hr-fernsehen am Samstag um 17.15 Uhr: FSV Frankfurt gegen die U23 der TSG Hoffenheim und den TSV Steinbach Haiger in Elversberg.

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Coronatests vor den Spielen

Die Regionalliga Südwest hatte zuvor entschieden, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, nachdem durch die Corona-Verordnungen in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland und Hessen "der Mannschafts- und Spielbetrieb für die Regionalliga-Vereine ab 1. Dezember wieder einheitlich gestattet wurde und somit eine politisch einheitlich Klassifizierung der Spielklasse erfolgt ist".

Vor den Partien sollen Spieler und Teamoffiziellen auf das Coronavirus getestet werden. In den vergangenen Tagen seien den Vereinen dazu Schulungen angeboten worden, hieß es in der Meldung der Liga.

Sobotzik: "Traurig, dass Vereine dagegen geklagt haben"

Bei Kickers Offenbach freute man sich über die Entscheidung des Mannheimer Landgerichts. "Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Risiko, sich beim Fußball unter freiem Himmel zu infizieren, nur im theoretischen Bereich liegt. Auf Seiten unserer Spieler gibt es keine Bedenken, die Saison fortzusetzen", so Geschäftsführer Thomas Sobotzik. "Es macht mich traurig, dass Fußballvereine dagegen geklagt haben, zu spielen."

Einer dieser Kläger war der TSV Steinbach Haiger. "Ich kann gar nicht sagen, dass ich enttäuscht bin. Eigentlich wollen wir ja alle gerne Fußball spielen", sagte Vorstandssprecher Roland Kring, der bei der vierstündigen Verhandlung dabei war, dem hr-sport. "Wir haben jetzt eine rechtliche Klarheit und der Verband hat entschieden, das gespielt wird. Dem fügen wir uns. Wir versuchen aus der Situation das Beste zu machen."

Vermutlich keine weiteren Rechtsmittel

Theoretisch könnten die Vereine gegen die Entscheidung noch vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe Berufung einlegen. Das wird laut Kring aber wohl nicht passieren. "Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn mehr, das ist alleine schon eine Frage der Zeit", sagte er. "Wir würden da nicht so schnell ein Urteil kriegen, wie wir jetzt spielen müssen."