FSV Frankfurt Arif Güclü Frust

Nur acht Punkte aus acht Spielen: Beim FSV Frankfurt herrscht früh in der Saison Katerstimmung. Droht die Stimmung am Bornheimer Hang langsam aber sicher zu kippen?

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Audioseite FSV-Präsident Görner: "Stimmung natürlich nicht euphorisch"

Michael Görner FSV Frankfurt
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Müsste der Saisonstart des FSV Frankfurt in einer Partie erzählt werden, der Heimauftritt des Fußball-Regionalligisten am Samstag beim 2:2 gegen den FK Pirmasens wäre eine gute Möglichkeit dazu. Ein skurriles Eigentor, ein Platzverweis kurz vor dem Abpfiff und der Gegentreffer zum Remis nur wenige Minuten vor dem Ende - viel mehr geht dann auch nicht mehr. Und die Punkteteilung sorgt dafür, dass die Stimmung am Bornheimer Hang mittlerweile alles andere als rosig ist.

Das weiß auch Michael Görner, Präsident des FSV. "Wir sind hinter unseren Erwartungen zurück", betont er nüchtern im Gespräch mit dem hr-sport. Acht Punkte hat die Mannschaft aus acht Spielen eingefahren. Viel zu wenig für die Ansprüche des Ex-Zweitligisten.

"Die Mannschaft weiß, dass sie nicht das spielt, was unser Trainer will. Dass da die Stimmung nicht euphorisch ist, ist klar", bringt es Görner auf den Punkt. Coach Angelo Barletta will der FSV-Macher dabei aber nicht ausnehmen. "Wir sind jetzt alle gefordert", erklärt er.

"Da kann kein Trainer der Welt etwas für"

Besonders am Samstag kam man beim Zusehen der Partie als Anhänger der Frankfurter jedoch aus dem Haareraufen nicht raus. Auch Görner nicht. "Uns haben individuelle Fehler die Punkte gekostet am Samstag", sagt er bitter und betont dann auch: "Da kann kein Trainer der Welt etwas für."

Die Frage, die sich nun jedoch stellt, ist die des Umgangs mit dem Fehlstart. Oder kurz: wie weiter? Barletta hat zu Saisonbeginn einiges ausprobiert, die nötigen Punkte sprangen dabei nicht heraus. Ein Umstand, der ihm intern nicht zum Vorwurf gemacht wird. Dass sie am Bornheimer Hang nun aber dringend Zähler brauchen, ist offensichtlich.

FSV will nichts Verrücktes machen

"Wir müssen schauen, was funktioniert und was nicht funktioniert", fordert Görner daher. Reinen Ergebnisfußball soll es beim FSV nun aber nicht geben. So angespannt ist die Lage dann auch nicht. "Wir haben hier keine Endzeitstimmung", formuliert es der FSV-Präsident. "Wir müssen nicht wegen der Tabellensituation jetzt etwas Verrücktes machen, um drei Punkte zu holen. Das ist nicht das, was wir wollen."

Die Ergebnis-Krise soll spielerisch gelöst werden. Auch weil die Stimmung, so Görner, in der Mannschaft intakt ist. Trotz all der Nackenschläge. "Nein, die Stimmung kippt nicht", erklärt der FSV-Boss. "Sie ist aber natürlich angespannt." Damit sich das nicht ändert, braucht es aber auch am Bornheimer Hang bald Erfolgserlebnisse. Die nächste Möglichkeit besteht dazu schon am Samstag (14 Uhr). Leicht wird das freilich nicht, dann geht es zum Tabellendritten aus Bahlingen.