Der KSV Hessen Kassel sorgt in der Regionalliga für mächtig Furore. Der noch unbesiegte Aufsteiger gehört derzeit zum Besten, was die Liga zu bieten hat.

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Kassel-Trainer Tobias Damm freut sich
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Das hat sogar Trainer Tobias Damm überrascht: drei Spiele, sieben Punkte, Tabellenplatz drei. Und das als Aufsteiger. Der KSV Hessen Kassel ist famos in die neue Regionalliga-Saison gestartet. Geht da sogar noch mehr, als "nur" der Klassenerhalt? "Es macht keinen Sinn, sich jetzt schon Hoffnungen zu machen, wir müssen weiter an den Leistungen anknüpfen, die wir in den ersten drei Spielen gebracht haben", drückt Damm im Gespräch mit dem hr-sport auf die Euphoriebremse.

Nächste Hürde Pirmasens

Man will nicht einer dieser Aufsteiger sein, die umjubelt und mit viel Erfolg in die Saison starten, nur um dann radikal nachzulassen. Dafür arbeitet Damm, der mit 36 Jahren der viertjüngste Trainer der Regionalliga Südwest ist, jeden Tag. Trotz sieben Toren sieht der ehemalige Bundesliga-Stürmer (Mainz 05) noch Potenzial im Spiel nach vorne: "In der einen oder anderen Situation treffen wir noch die falsche Entscheidung." Auch im Gegenpressing möchte er noch effektiver werden.

Der nächste Prüfstein ist am Samstag (14 Uhr) der FK Pirmasens. Den schätzt Damm als eine "stabile Mannschaft" ein, die ihre Stärken im Spiel gegen den Ball und in der Verteidigung des eigenen Tores hat. Nur zwei kassierte Tore untermauern diese Aussage. Der eine selbst erzielte Treffer spricht aber auch nicht gerade für die Offensivstärke Pirmasens. "Sie sind in der Vorwärtsbewegung in vielen Situationen und bei Standardsituationen sehr gefährlich", warnt Damm dennoch.

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Kassel-Trainer Tobias Damm freut sich
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Noch mehr Zuschauer in Kassel?

Kassel hingegen schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Und: Die Nordhessen können auf den Support ihrer Fans bauen. Vorige Woche waren es 2.000 im Auestadion. Gegen Pirmasens könnten es noch einmal 100 bis 200 mehr werden. Gemessen an den bisherigen Auftritten des KSV, dürfen sich die Anhänger durchaus Hoffnung auf ein Spektakel machen.

Vielleicht wird es nicht wieder ein 3:3 werden, wie unter der Woche gegen Stadtallendorf, als es sechs Tore in einer Halbzeit zu bestaunen gab. Generell gilt aber für den KSV-Coach: "Mir ist ein 4:3 lieber als ein 1:0. Mir war das am Dienstag auch lieber als ein 0:0."

Der Aufsteiger aus Kassel steht für Offensivspektakel. Die richtige Balance aus Angriff uns Abwehr muss dabei allerdings gewahrt bleiben. Gelingt das der Damm-Elf am Samstag, könnte der Aufsteiger sogar bis an die Tabellenspitze der Regionalliga klettern.