Tunay Deniz vom OFC jubelt.

Tunay Deniz schießt die Offenbacher Kickers zum Auswärtssieg und bewirbt sich eindrücklich für das Tor des Monats. Sein Trainer hat aber selbst an diesem Traumtor noch etwas auszusetzen.

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OFC-Traumtor aus 50 Metern

Tunay Deniz schießt aus rund 50 Metern.
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Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Tunay Deniz zu einem Geniestreich ansetzte. Der Mittelfeldmann der Offenbacher Kickers schnappte sich im Spiel beim FC Homburg den Ball zu einem Freistoß in der eigenen Hälfte - und haute ihn aus rund 50 Metern direkt ins Tor.

"Ich habe gesehen, dass der Torwart relativ weit vorne stand und dachte, dass ich einfach mal draufhalte. Und er ist dann wunderschön reingegangen", beschrieb der 27-Jährige selbst den Treffer der Marke "Tor des Monats". Deniz sagte: "Ganz am Ende hat es zum 1:0-Sieg gereicht, was natürlich umso schöner ist." Und nicht nur das: Durch den "außergewöhnlichen Moment" (OFC-Coach Sreto Ristic) sind die Offenbacher nun Tabellenführer der Regionalliga Südwest.

Traumtor killt die Spannung

Der Weg dorthin war allerdings steinig, denn nach der frühen Führung hatte das Team gegen Homburg durchaus Probleme. "Wir freuen uns, dass es passiert ist. Aber irgendwie hat uns das nicht gutgetan", so Ristic im Nachhinein über Deniz' Geniestreich. "Da ist eigentlich die Spannung weggebrochen." Durch eine kämpferische Glanzleistung konnte der OFC dennoch den Auswärtssieg einfahren. Und dann war da ja auch noch der FSV Frankfurt, der den Aufstiegskonkurrenten Ulm durch ein 0:0 ärgern konnte.

Mit Aufstiegsträumen ist man in Offenbach dennoch vorsichtig. "Es ist noch viel zu früh, um auf die Tabelle zu schauen, die Saison ist noch lang", warnte Deniz. "Wir können am 30. Spieltag noch mal sprechen." Wenn der Traumtor-Schütze weiter so trifft, dürfte die Ausgangsposition auch dann noch sehr gut sein.