Thomas Sobotzik und Joachim Wagner

Trotz ausbleibender Ergebnisse hält Kickers Offenbach an seiner sportlichen Leitung fest. Der Aufsichtsrat des Fußball-Regionalligisten sprach Trainer Sreto Ristic nach einer Krisensitzung am Mittwoch sein Vertrauen aus.

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Audioseite Sobotzik: "Aktuell läuft alles gegen uns"

OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik
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"Die sportliche Situation ist aktuell nicht zufriedenstellend. Und es ist allen bewusst, dass wir schnellstmöglich aus diesem Tal rauskommen müssen", sagte Vereinspräsident Joachim Wagner, der zugleich dem Aufsichtsrat vorsteht, dem hr-sport.

"Allerdings ist aktuell niemandem damit geholfen, einen Schuldigen zu finden. Die Mannschaft und die sportlich Verantwortlichen brauchen Unterstützung und Vertrauen, um aus dieser Situation rauszukommen", so Wagner weiter.

Sobotzik stellte sich schnell hinter Ristic

Konkret bedeutet das: Trainer Sreto Ristic, der zuletzt vor allem bei Fans der Kickers in die Kritik geraten war, bleibt vorerst im Amt. Gleiches gilt für Geschäftsführer Thomas Sobotzik, der sich nach der 0:1-Heimniederlage des OFC gegen Schott Mainz am Dienstagabend hinter seinen Coach gestellt hatte.

"Wenn es nach mir geht, dann ja", antwortete Sobotzik auf die Frage, ob Ristic auch beim nächsten Spiel in Pirmasens noch auf der Bank sitzen werde. "Ich will Kontinuität haben. Ristic hat in 39 Spielen weiterhin einen Zwei-Punkte-Schnitt. Ich sehe uns auf dieser Position sehr gut aufgestellt", so Sobotzik weiter.

OFC: stark angefangen, stark nachgelassen

Ein Teil der rund 4.000 Fans auf dem Bieberer Berg sah das zumindest am Dienstagabend anders, sie quittierten die Leistung der Offenbacher gegen das Tabellen-Kellerkind aus Mainz mit Pfiffen und forderten Ristics Entlassung. Der Trainer war nach dem Abpfiff umgehend in den Katakomben des Stadions verschwunden.

Der OFC war zwar mit zwei Siegen gegen die Topteams aus Homburg und Elversberg stark in die Saison gestartet, inzwischen ist das Team aber mit nur 14 Zählern auf Rang zehn angekommen. "Aktuell kriegen wir - vulgär ausgedrückt - so richtig auf die Fresse. Es ist wie verhext, keiner kann das so richtig erklären", sagte Geschäftsführer Sobotzik. Vier Punkte aus den vergangenen vier Partien mit nur zwei erzielten Treffern sind viel zu wenig für die Ansprüche der Hessen.

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