Spieler von Kickers Offenbach nach dem Spiel gegen Balingen

Sieben Punkte holte Kickers Offenbach in den vergangenen drei Spielen. Komplett raus aus der Krise ist der OFC aber nicht. Interimscoach Steven Kessler hat dennoch "den Traum" weiter im Blick.

Videobeitrag

Video

zum Video Hartmann: "Kann so weiter gehen"

Hartmann Interview
Ende des Videobeitrags

Nein, es ist mitnichten so, dass bei Kickers Offenbach im Frühherbst des Jahres 2019 alles im Lot wäre. Noch kann die Stimmung immer mal wieder kippen. Wie am Sonntag beim am Ende klaren 3:0-Heimerfolg gegen die TSG Balingen: Da wurde der OFC nach torlosen 45 Minuten mit reichlich Pfiffen in die Pause begleitet. Und dennoch ist die Zuversicht zurück bei den ambitionierten Hessen. Es geht wieder aufwärts - mit kleinen, vorsichtigen Schritten.

Seit Interimstrainer Steven Kessler bei den Kickers das Sagen hat, haben die Offenbacher in drei Spielen sieben Punkte geholt. Eine mehr als ordentliche Bilanz. Kessler, der nach der Entlassung von Ex-Coach Daniel Steuernagel das Team bis zum Winter interimsweise leitet, kennt aber das Anspruchsdenken im Club und beim Anhang. Die Kickers-Lage bleibt trotz des Zwischenhochs fragil. Das zeigen auch die Pfiffe gegen Balingen.

Sieben Punkte gegen drei Kellerkinder

Apropos Piffe: Mit denen will sich Kessler lieber nicht beschäftigen. Er betont dafür: "Ich lasse am liebsten die Statistik sprechen und konzentriere mich auf meine Arbeit." Und diese Statistik sieht wie folgt aus: Neben den angesprochenen sieben Punkten kassierten die Offenbacher in den drei Partien unter Kessler keinen Treffer und erzielten selbst sieben Tore.

"Es kann so weiter gehen", erklärt auch Sturm-Star Moritz Hartmann. Fairerweise muss aber auch erwähnt werden, dass es mit Koblenz, dem FSV Frankfurt und eben Balingen gegen drei Kellerkinder der Liga ging. Dennoch steht der OFC dank dieser sieben Punkte wieder auf Rang fünf.

Kessler: "Für unseren Traum"

"Dass die Jungs gut drauf sind, wissen wir. Sie belohnen sich aktuell für ihren Aufwand. Das freut mich riesig", so Kessler. Der Turnaround ist erst einmal geschafft. Nun geht es darum, zu beweisen, dass dieser Aufschwung auch gegen bessere Teams hält. Als nächstes warten mit Walldorf und Mainz der Sechste und Siebte auf die Hessen.

Dass er selbst daran glaubt, dass aus dem Zwischenhoch mehr wird, daran lässt Kessler keinen Zweifel. "Es geht darum, die Jungs bis zum Winter in die Gefilde zu bringen, die uns im oberen Tabellendrittel am Leben erhalten", betont der OFC-Coach und fügt mit Blick auf die Tabellenspitze noch hinzu: "Für unseren Traum." Zumindest der Kickers-Coach hat ihn also noch, den Traum vom Aufstieg.