Das zerstörte Seitenfenster des Busses von RW Koblenz.

Nach dem Spiel bei den Offenbacher Kickers ist der Bus von den Gästen aus Koblenz von rund 50 Vermummten mitten in der Innenstadt attackiert worden. Der Busfahrer rettete die Situation. Nun hat sich der Klub geäußert.

Kickers Offenbach hat sich am Sonntagabend in einer Mitteilung von den Ausschreitungen nach dem Regionalligaspiel gegen Koblenz klar distanziert. 50 Vermummte hatten am Freitag den Mannschaftsbus von Offenbachs Gegner Rot-Weiß Koblenz attackiert und Steine in die Scheiben geworfen. "Wir entschuldigen uns - auch auf diesem Weg - bei der Mannschaft, den Vertretern und Fans von Rot-Weiß Koblenz für dieses schlimme Fehlverhalten von einzelnen Personen", heißt es in dem Statement der Offenbacher.

Kickers-Präsident Joachim Wagner und Geschäftsführer Thomas Sobotzik hätten ihre Entschuldigung bereits in persönlichen Gesprächen den Koblenzer Funktionären übermittelt. Im Statement des Klubs heißt es weiter: "Dieses Fehlverhalten steht unserem Selbstverständnis und unserer Vereinssatzung diametral gegenüber!"

Video dokumentiert Zerstörung

Die Koblenzer waren nach dem 1:0-Sieg am Freitag bei den Offenbacher Kickers auf der Heimreise, als der Bus angegriffen wurde. Wie die Rheinland-Pfälzer berichten, stand der Bus mitten in der Innenstadt an einer roten Ampel, als die Unbekannten heranstürmten und Steine auf das Fahrzeug warfen.

Die Seitenscheiben des Gefährts gingen zu Bruch. Die Koblenzer posteten ein Foto der zerborstenen Scheibe auf Facebook. Dem hr-sport liegt zudem ein Video vor, welches das Ausmaß der Zerstörung dokumentiert.

Busfahrer rettet die Situation

RW beziffert den Sachschaden auf eine fünfstellige Summe. Dass es nur bei zerstörten Scheiben blieb und kein Insasse des Busses verletzt wurde, sei dem Busfahrer zu verdanken, hieß es vom Klub.

Obwohl der Bus durch ein quergestelltes Auto blockiert war, manövrierte der Busfahrer Spieler und Betreuer aus der Gefahrensituation. Die Spieler hätten nach dem Vorfall allerdings unter Schock gestanden.

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