Das Logo der Regionalliga Südwest

Die Fußball-Regionalliga hat immer noch keine Gewissheit darüber, ob sie im November spielen darf oder nicht. Mindestens ein Spieltag wird deshalb vorsorglich verlegt.

Videobeitrag

Video

zum Video Ungewissheit in der Regionalliga: FSV-Geschäftsführer Spengler im hr-Interview

Patrick Spengler im Interview
Ende des Videobeitrags

Wie die Ligaleitung der Südwest-Staffel mitteilte, lagen bis Samstagmittag noch nicht alle Rückmeldungen der zuständigen Ministerien der Bundesländer hinsichtlich der Zuordnung der Regionalliga als Amateur- oder Profisport vor. Genau die ist aus Sicht der Viertliga-Clubs aber von enormer Bedeutung.

Profis dürfen, Amateure nicht

Seit dem Beschluss neuer Corona-Schutzmaßnahmen durch Bund und Länder am vergangenen Mittwoch ist nämlich klar: Nur der Profisport darf im November den Spielbetrieb aufrecht erhalten, der Amateursport nicht. Mit Blick auf den (hessischen) Fußball bedeutet das: Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga dürfen ohne Fans in den Stadien kicken, ab der Hessenliga abwärts ist schon jetzt Winterpause angesagt. Und die Regionalliga? Antwort offen.

Clubs wie der TSV Steinbach Haiger oder Kickers Offenbach hängen damit in der Warteschleife. Der Knackpunkt: Die Regionalliga Südwest setzt sich aus unterschiedlichen Landesverbänden zusammen, neben dem Hessischen Fußball-Verband gehören auch der Fußballverband Rheinland, der Saarländische Fußballverband, der Südwestdeutsche Fußballverband, der Südbadische Fußballverband sowie der Württembergische Fußballverband dazu.

Keine Englische Woche: 13. Spieltag abgesetzt

Die Liga ist also von den Verfügungen gleich mehrerer Landesregierungen abhängig, benötigt aber dringend eine einheitliche Linie. Wegen der Ligazugehörigkeit des FC Bayern Alzenau ist zudem auch die bayerische Landesregierung involviert. Darüber hinaus müssen die unterschiedlichen Bedingungen innerhalb der Clubs berücksichtigt werden.

Während Steinbach Haiger in vielen Bereichen quasi professionell organisiert ist, wird bei einem Verein wie Hessen Kassel die viertligatypische Mischform aus Profitum und Amateurcharakter deutlich: Mehrere Spieler gehen auch einem Vollzeitjob nach. Es stellt sich also die Frage nach einem flächendeckenden Corona-Testverfahren.

Trotz oder gerade wegen all dieser Ungewissheiten hat die Ligaleitung zumindest eine Entscheidung bereits getroffen: Der 13. Spieltag, der am kommenden Dienstag und Mittwoch hätte ausgetragen werden sollen, wird abgesetzt. Dadurch soll den Teams wenigstens ein Mindestmaß an Planungssicherheit ermöglicht werden.

Sportanlagen ab Montag gesperrt

Ein weiteres Problem: Zahlreiche Sportanlagen, die für gewöhnlich von den Vereinen aus dem Südwestgebiet genutzt werden, sind durch die zuständigen Behörden vom kommenden Montag (2. November) an gesperrt – nicht nur für den Spiel-, sondern auch für den Trainingsbetrieb. Eine normale Vorbereitung ist unter diesen Umständen nicht planbar. Die Ligaleitung wartet daher weiter auf die Rückmeldungen aller Bundesländer, eine endgültige Entscheidung wird nun für nächste Woche erwartet.

Die hessischen Viertliga-Clubs trifft diese Nachricht rund um ihre Spiele am Wochenende. Offenbach (4:0 gegen gegen Mainz) und der FC Gießen (1:1 bei der TSG Balingen) waren bereits am Freitagabend im Einsatz. Der FSV Frankfurt (gegen Pirmasens), Kassel (beim Bahlinger SC) und Steinbach Haiger (gegen Ulm) sind am Samstag ab 14 Uhr gefordert. Aufsteiger Eintracht Stadtallendorf zieht am Sonntag (14 Uhr) in Großaspach nach. Spätestens nach Abpfiff dieses Spiels droht eine weitere Hängepartie.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hessens Fußball geht in die Corona-Winterpause

Eddersheims Trainer Rouven Leopold
Ende des Audiobeitrags