Kickers Offenbach (mit Dennis Schulte, vorne) und Steinbach Haiger (mit Shqipon Bektasi) sollen künftig auf einen direkten Aufstieg aus der Regionalliga hoffen dürfen.
Kickers Offenbach (mit Dennis Schulte, vorne) und Steinbach Haiger (mit Shqipon Bektasi) sollen künftig auf einen direkten Aufstieg aus der Regionalliga hoffen dürfen. Bild © Imago

Kommt sie, oder kommt sie nicht? Laut eines Medienberichts steht die geplante Regionalliga-Reform vor dem Aus. Der DFB hingegen sieht sich im Plan – und schiebt die Verantwortung auf die Regionalverbände ab.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sieht sich bei der anstehenden Regionalliga-Reform weiter voll im Plan. Die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe habe bei ihrer dritten und letzten Sitzung einen Vorschlag verabschiedet, der nun dem DFB-Präsidium vorgelegt werden soll, teilte der Verband am Montag mit.

"Der Vorschlag sieht als vorrangiges Ziel weiterhin die Reduzierung der Regionalliga von fünf auf vier Staffeln vor, aus denen alle Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen", hieß es in der Mitteilung. Die Reform, so das Ziel, soll ab der Saison 2020/21 greifen. Mit Einführung einer viergleisigen Regionalliga würden dauerhaft vier Mannschaften aus der 3. Liga absteigen – so wie es dank einer Übergangslösung auch in den kommenden beiden Jahren schon der Fall ist.

DFB-Bundestag soll Reform im September 2019 absegnen

Die Entscheidung der AG sei einstimmig gefallen, ließ der DFB wissen. Lediglich die beiden Vertreter der 3. Liga hätten sich enthalten. Der kicker hatte zuvor berichtet, die Regionalliga-Reform stehe kurz vor dem Scheitern, weil sich die Arbeitsgruppe bereits aufgelöst habe. Demnach hätte keiner der verschiedenen Vorschläge eine Mehrheit bekommen.

Der DFB widersprach dem und betonte das Festhalten am bisherigen Zeitplan: Am 7. Dezember soll das DFB-Präsidium über den Vorschlag sprechen. Verabschiedet werden soll die Neuregelung beim DFB-Bundestag am 26. und 27. September 2019.

Nord, Nordost und Bayern in der Pflicht

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Denn der DFB spielte den Ball nun auf die Seite der Regional- und Landesverbände: Während die Regionalliga West und die Regionalliga Südwest mit ihren derzeit fünf hessischen Clubs bestehen bleiben und einen sicheren Aufsteiger garantiert bekommen sollen, müssen sich die anderen drei Staffeln (Nord, Nordost und Bayern) selbst auf zwei Ligen reduzieren.

Sollten sich die drei Verbände nicht auf einen neuen Ligen-Zuschnitt einigen, so der DFB, "hätten sie eine genaue Begründung darzulegen, wie stattdessen die Aufsteiger in ihrem Gebiet zu ermitteln sind".

Südwest-Teams hoffen auf Erlösung

Für die laufende sowie kommende Saison wurde eine Übergangslösung erarbeitet, die den Aufstieg von vier der fünf Regionalliga-Meister vorsieht – darunter bereits auch den Meister der „hessischen“ Staffel Südwest. Zuletzt hatten Aufstiegsspiele darüber entschieden, wer in die 3. Liga gehen darf. Die Vertreter der Südwest-Staffel hatten dabei, wie Hessen Kassel 2013 gegen Kiel und Kickers Offenbach 2015 gegen Magdeburg, meist das Nachsehen.