5er Kombo mit Trainern OFC, Gießen, FSV ...

Die Regionalliga Südwest erwacht am Wochenende aus dem Winterschlaf. Während es für manche darum geht, den Sturz in die Fünftklassigkeit abzuwenden, geht es für einen Verein um den ganz großen Traum. Der Regionalliga-Schnellcheck.

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Thomas Brendel glaubt fest an FSV-Klassenerhalt

FSV-Trainer Thomas Brendel gewinnt mit dem FSV gegen Hoffenheim II.
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Am Freitag ist es soweit: Die Regionalliga Südwest startet ins neue Fußball-Jahr und beginnt die Restrunde mit dem 24. Spieltag. Den Auftakt macht dabei Kickers Offenbach. Der OFC empfängt um 19 Uhr Koblenz am heimischen Bieberer Berg. Am Samstag starten dann auch die vier anderen hessischen Clubs, FSV Frankfurt, Hessen Kassel, Steinbach Haiger und der FC Gießen. Das Gute schon jetzt: Überall sind Fans dabei. Fragen gibt es aber vor dem Start aber auch: Wie ist die Ausgangslage? Welche Ziele gibt es für die Clubs? Und welche Transfers wurden im Winter getätigt? Hier kommt der Überblick.

Kickers Offenbach

Für die Kickers kann es in dieser Spielzeit nur ein Ziel geben: Aufstieg. Lange standen die Offenbacher zu diesem Zeitpunkt in der Saison nicht mehr soweit oben, gewinnt der OFC sein Nachholspiel, winkt sogar Rang eins. Auch wenn die Konkurrenz aus Ulm, Mainz II oder Elversberg personell gut besetzt ist, scheinen die Kickers mit diesem Kader absolut aufstiegsreif.

Ein absolutes Statement dabei war der Transfer von Philipp Hosiner. Der Stürmer wechselte vom Zweitligisten Dynamo Dresden an den Bieberer Berg und soll das letzte Puzzlestück im Unternehmen Rückkehr in Liga Drei sein. "Ich werde alles geben, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen", kündigte Hosiner bereits an. Was damit gemeint ist, ist in Offenbach jedem klar.

TSV Steinbach Haiger

Hinter dem TSV Steinbach Haiger liegt eine nicht ganz ruckelfreie Hinserie. Mit hohen Erwartungen und Ambitionen gestartet, befinden sich die Mittelhessen aktuell auf Rang fünf. Man ist geneigt zu sagen: nur auf Rang fünf. Sechs Punkte Rückstand sind es derzeit bis auf die Spitze.

Die Unzufriedenheit im Verein brach sich im Dezember Bahn, als der TSV seinen Trainer Adrian Alipour entließ. Neuer Chef an der Seitenlinie ist nun Ersan Parlatan. Er verkündete bei seinem Dienstantritt: "Ich sehe sehr viel Potenzial in der Truppe." Vielleicht greift Steinbach ja nochmal an im Aufstiegsrennen.

Hessen Kassel

Der KSV Hessen Kassel ist auf den ersten Blick der einzige der fünf Hessen-Clubs, der sowohl mit dem Auf- als auch mit dem Abstieg nicht viel zu tun hat. Acht Siege, sechs Remis, acht Niederlagen, Tabellenrang acht: Das ist die Bilanz der Nordhessen bislang. Aus Sicht des KSV kann es auch gerne so weitergehen.

Es herrscht Stabilität im Verein, das ist deutlich zu spüren. Anfang des Jahres verlängerte nun auch Trainer Tobias Damm seinen Vertrag bis 2023 bei den Löwen. "Wir wollen weiter Schritt für Schritt nach oben machen und in zwei, drei Jahren die 3. Liga in Angriff nehmen", kündigte Damm an. In dieser Spielzeit wird es aber weiter darum gehen, die Abstiegsränge so weit es geht, von sich fern zu halten. Einen namhaften Neuzugang gibt's beim KSV auch: Ex-Bundesliga-Profi Tim Dierßen kickt nun in Kassel.

FSV Frankfurt

Auf eben diesen Abstiegsrängen befindet sich der FSV Frankfurt - und will sie so schnell wie möglich verlassen. Hinter den Bornheimern liegt bislang eine echte Kastastrophen-Saison. Schon früh musste Ex-Coach Angelo Barletta gehen, Sportdirektor Thomas Brendel sprang erneut ein und versucht seitdem, das wankende FSV-Schiff auf Kurs zu bringen.

Ein Absturz in die fünfte Liga wäre eine Katastrophe, das wissen sie alle beim FSV. Daher gibt es in dieser Spielzeit nur noch ein Ziel: Klassenerhalt. Für diese Mission haben die Bornheimer im Winter ordentlich zugeschlagen: Sieben neue Spieler wechselten zum FSV. Der sicherlich prominenteste unter ihnen: Marcel Heller. "Ich bin überzeugt, dass wir jetzt den Klassenerhalt schaffen werden", so Trainer Brendel.

FC Gießen

Ebenfalls auf den Abstiegsrängen befindet sich der FC Gießen. Ist das beim FSV eine Überraschung, war man in Mittelhessen zumindest darauf vorbereitet. Das rettende Ufer ist nicht weit entfernt, die Gießener befinden sich ähnlich wie der FSV mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt.

Geändert hat sich am Kader nichts. War im Sommer noch großes Stühlerücke beim FC angesagt, blieb es im Winter ruhig. Das Ziel Klassenerhalt soll mit dem vorhandenen Spieler-Personal erreicht werden. "Wir haben einen guten, breiten Kader, von dem wir überzeugt sind", verkündete Trainer Daniyel Cimen.