Jubel beim TSV Steinbach

Für den TSV Steinbach, den FSV Frankfurt und den FC Gießen stehen am Samstag die ersten Pflichtspiele des Jahres an. Die Vorzeichen vor dem Start in die Restrunde könnten nicht unterschiedlicher sein.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Alipour: "Das ist schon ein sensationelles Ergebnis"

Adrian Alipour, Trainer des TSV Steinbach Haiger
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Die "Lawine ins Rollen bringen" wollte Steinbach-Trainer Adrian Alipour, den Start der Lawine musste er aber zunächst verschieben. Wegen Unbespielbarkeit des Rasens wurde das Nachholspiel der Mittelhessen gegen Bayern Alzenau am vergangenen Wochenende abgesagt. Mit dem Ergebnis, dass der Überraschungsdritte nun am Samstag mit einem waschechten Hessenderby gegen den FC Gießen ins neue Pflichtspieljahr startet.

Die Lawine, von der Alipour sprach, rollte in der Hinrunde über weite Strecken bereits ganz ordentlich. Mit 13 Siegen aus 19 Partien ist der TSV dem saarländischen Spitzenduo aus Saarbrücken und Elversberg dicht auf den Fersen, mit einem Sieg im Nachholspiel könnte man mit den Elversbergern bereits gleichziehen. Im Winter wurde mit Rechtsaußen Florian Bichler von RW Essen noch einmal auf dem Transfermarkt nachgelegt, um für mehr Variabilität in der Offensive zu sorgen. Damit sich am Ende vielleicht bewahrheitet, was Alipour im Dezember im Gespräch mit dem hr-Sport als Devise vorgab: "Wenn die Konkurrenz patzt, wollen wir auf jeden Fall da sein."

Turbulente Tage in Gießen

Wesentlich weniger euphorisch startet der kommende Gegner aus Gießen in die Restrunde. Hinter dem Aufsteiger liegt eine turbulente Hinrunde, die sportlich den erwartbaren Abstiegskampf bedeutete, insgesamt aber von den finanziellen Problemen des Klubs überschattet wurde. Zwar sind sechs neue Geldgeber an Bord, jedoch sagte Geschäftsführer Markus Haupt im Gespräch mit der Gießener Allgemeine: "Diese sechs Geldgeber werden die Finanzierung der restlichen Regionalliga-Saison nicht alleine stemmen. Wir brauchen weitere Unterstützung aus der Gießener Wirtschaft."  

Damit es für den aktuellen Tabellen-Fünfzehnten rein sportlich am Ende zum Klassenerhalt reicht, wurde dem Kader mit Ex-Bundesligaspieler Kevin Pezzoni eine ordentliche Portion Erfahrung zugeführt. Der ehemalige U21-Nationalspieler Pezzoni soll den zu Hessen Kassel gewechselten Kevin Nennhuber in der Innenverteidigung ersetzen. Auf Bayern Alzenau auf Tabellenplatz 14. haben die Gießener allerdings bereits fünf Punkte Rückstand.

FSV mit Anschluss ans Mittelfeld

Einen Tabellenplatz weiter oben im Tableau steht der FSV Frankfurt. Die Hessen haben sich nach einem Zwischenhoch am Ende der Hinrunde mit sieben Punkten aus den letzten drei Partien ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft. Konservieren die Frankfurter ihre Form aus dem Dezember, könnten sie in einer engen Liga einen Sprung ins gesicherte Mittelfeld machen. Auch wenn mit Tabellenführer 1. FC Saarbrücken ein echter Brocken zum Auftakt an den Bornheimer Hang kommt.

Auch der FSV hat im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt nachgelegt. Jesse Sierck, der bereits zwischen 2017 und 2019 für den FSV Frankfurt spielte, soll die Innenverteidigung verstärken. Mit Alban Lekaj kam zudem ein Linksverteidiger, der auch im Mittelfeld eingesetzt werden kann.