OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik

Eintracht Frankfurt trainiert bereits seit vergangenem Freitag wieder in Kleinstgruppen, den benachbarten Offenbacher Kickers ist das bislang untersagt - sehr zum Ärger des Fußball-Regionalligisten.

"Ich finde es unglaublich, dass innerhalb eines Bundeslandes unterschiedliche Regelungen möglich sind", beklagte Geschäftsführer Thomas Sobotzik am Montag in der Offenbach Post.

"Wie ist es möglich, dass auf der anderen Mainseite trainiert werden darf, es uns als OFC aber erneut untersagt wurde. Die Eintracht hatte sogar zwei Corona-Fälle in der Mannschaft und im Betreuerstab", sagte der frühere Eintracht-Profi Sobotzik weiter.

Entscheidung längst gefallen

Die Offenbacher halten sich derzeit weiter zuhause fit. Das gilt auch für den Zweitligisten SV Darmstadt 98. "Wir warten eine Entscheidung der hessischen Landesregierung ab, die das allgemein regelt", sagte ein Sprecher der Lilien. Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden hingegen hat wie Erstligist Frankfurt wieder damit begonnen, die Spieler zumindest in Zweiergruppen trainieren zu lassen.

Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport stellte auf Anfrage des hr-sport allerdings klar, dass die Profis schon längst hätten trainieren können. "Grundsätzlich ist der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen zurzeit verboten. Berufssportler können hiervon durch die kommunalen Gesundheits- und Ordnungsbehörden ausgenommen werden, wenn die Infektionsschutzbestimmungen eingehalten werden können", heißt es in einem Schreiben der Behörde. Bei manchem Verein - und anscheinend auch manchem Amt - kam diese Info so bislang aber nicht an.

Verbot bei Strafandrohung

Die Offenbacher hatten Anfang der vergangenen Woche versucht, Kleinstgruppen-Training unter Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienevorschriften aufzunehmen. Dies untersagte jedoch nach Kickers-Angabe das örtliche Ordnungsamt bei Strafandrohung. Am Wochenende kam die Bestätigung des Verbots.