Jubel mit Pokal und Bier: Die Freude beim TSV Steinbach ist riesig.
Die Steinbacher jubeln nach ihrem Triumph im Hessenpokal-Finale. Bild © Imago

Bayern, Dortmund, Schalke – der TSV Steinbach hofft bei seiner ersten DFB-Pokal-Teilnahme auf einen Kracher. Für die Auslosung am Freitagabend hat sich der Regionalligist etwas Besonderes ausgedacht.

Es ist alles angerichtet für eine Fußball-Party: Wenn nach dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Saudi-Arabien die Auslosung der ersten DFB-Pokal-Runde steigt, werden sicher zahlreiche Fans des TSV Steinbach im heimischen Sportzentrum Haarwasen in Haiger mitfiebern. Der Regionalligist hat sich angesichts seiner erstmaligen Teilnahme am nationalen Cup-Wettbewerb etwas Besonderes einfallen lassen und lädt seine Anhänger zum Public Viewing.

"Das ist für unseren Verein eine Riesensache. Das Public Viewing ist auch eine Art Probelauf für die kommende WM, bei der wir alle deutschen Spiele zeigen werden", sagt Steinbachs Clubssprecher Sven Firmenich dem hr-sport. Dazu hat der Verein hinter der Haupttribüne eine fünf Mal drei Meter große LED-Leinwand aufgebaut. Auf dem Gelände ist Platz für bis zu 1.200 Fans.

"Ein Großer wäre natürlich ein Traum"

Und welchen Gegner wünscht sich der TSV in der ersten Runde? "Die Geschmäcker sind verschieden. Unser Neuzugang Arnold Budimbu von Schalke II wünscht sich natürlich ein Duell mit den Königsblauen. Und natürlich hoffen viele aus dem Verein auch auf die Bayern. Dortmund wäre aber auch klasse", meint Firmenich und fügt an: "Wenn wir einen von den großen Namen bekommen, wäre das natürlich ein Traum."

Wenn DFB-Präsident Reinhard Grindel im Dortmunder Fußballmuseum gegen 22 Uhr (live im Ersten) mit der Auslosung beginnt, befindet sich Steinbach in einem Topf mit 31 anderen Mannschaften aus der 2. und 3. Liga sowie den unterklassigen Ligen. Die 32 möglichen Gegner des TSV setzen sich komplett aus den 18 Bundesligisten und den 14 besten Zweitligisten der abgelaufenen Saison zusammen. Ein Erstrunden-Match gegen Titelverteidiger Eintracht Frankfurt oder gegen Darmstadt 98 wäre also möglich.

Kommen die Bayern, muss Plan B her

Sollte der Hessenpokal-Sieger tatsächlich das große Los ziehen, würden die Steinbacher aber in die Bredouille kommen. Denn das schmucke, aber kleine Sportzentrum in Haiger bietet nur Platz für maximal 5.000 Zuschauer. "Wenn wir wirklich auf einen Topgegner wie die Bayern treffen, stoßen wir bei uns auf der Anlage an unsere Grenzen", sagt Firmenich.

Deshalb beschäftigen sich die Mittelhessen bereits für den Fall der Fälle mit Plan B, sprich einem Umzug in ein größeres Stadion. Denn ein Kaliber à la FCB würde die Kassen des Steinbacher ordentlich klingeln lassen. Am späten Freitagabend wird der TSV schlauer sein, wenn die Lose gezogen werden.

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